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Die Entdecker

Norwegen hat seit der Wikingerzeit immer wieder groβe Entdecker hervorgebracht.

Leiv Eiriksson schrieb sich in die Geschichtsbücher, als er im Jahr 1000 Amerika entdeckte. Seit dieser Zeit hat der den Norwegern angeborene Entdeckungsdrang sie in die entlegendsten Winkel der Welt geführt. In den Osloer Museen können Sie sowohl die Schiffe als auch die Ausrüstung, die auf diesen Reisen benutzt wurden, besichtigen. 

Polarschiff Fram

Das Polarschiff "Fram" spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte der norwegischen Polarexpeditionen, denn es kam auf drei welthistorischen Fahrten zum Einsatz. 

"Fram" war das stärkste Holzschiff der Welt, gebaut um dem Eis in den Polregionen zu trotzen. Im Frammuseum auf der Insel Bygdøy ist der sorgfältig restaurierte Eisbrecher ausgestellt. Hier kann man auch die Ausrüstungen und Geräte betrachten, die Nansen, Sverdrup und Amundsen auf ihren Expeditionen benutzten.  

Fridtjof Nansen

Fridtjof Nansen
Fridtjof Nansen
Photo: L. Szacinski/Owner: Nasjonalbiblioteket, bldsa_1a016

Der Entdecker und Wissenschaftler Fridtjof Nansen war ein Vorreiter auf dem Gebiet der Polarforschung. Seine Überquerung Grönlands auf Skiern 1888 war ein polarhistorisches Ereignis.

Es war Nansen, der gemeinsam mit Colin Archer den Eisbrecher "Fram" konstruierte. Dieses Schiff kam bei drei Exkursionen zu den polaren Gebieten zum Einsatz.

"Fram" wurde 1892 zu Wasser gelassen. Das Ziel der ersten Expedition war es, mit dem Eis über das Polarmeer zu treiben und zu beweisen, dass es eine Meeresströmung von Osten nach Westen und Norden gab. Nansen Theorie bestätigte sich: Das Schiff trieb drei Jahre (1893-96) über das Polarmeer.  

Aber das Schiff trieb nicht so nah an den Nordpol, wie erwartet. Daraufhin versuchte Nansen 1895 gemeinsam mit Hjalmar Johansen den Nordpol auf Skiern zu erreichen. Sie kamen bis 86° und 14 Minuten nördliche Breite und erreichten damit als erste den nördlichsten Punkt der Welt. 

Später wurde Fridtjof Nansen für sein großes humanitäres Engagement bekannt und wurde 1922 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Otto Sverdrup

Nansens Mannschaft vor der Abreise nach Grönland (1888): Fridtjof Nansen, Oluf Christian Dietrichson, Ole Ravna, Otto Neumann Knoph Sverdrup, Kristian Kristiansen, Samuel Balto
Nansens Mannschaft vor der Abreise nach Grönland (1888): Fridtjof Nansen, Oluf Christian Dietrichson, Ole Ravna, Otto Neumann Knoph Sverdrup, Kristian Kristiansen, Samuel Balto
Photo: Siems & Co./Owner: Nasjonalbiblioteket bldsa_f3b030

1888 überquerten Otto Sverdrup und Fridtjof Nansen Grönland auf Skiern. Auf den Fahrten der "Fram" auf dem Polarmeer war Sverdrup der Kapitän. Nachdem Nansen das Schiff verlies, um den Nordpol zu erreichen, wurde Sverdrup der Expeditionleiter.

Die darauffolgende Expedition (1898) wurde ebenfalls von Sverdrup angeführt. Ziel war es, die "weißen Flecke" im östlichen Grönland zu kartographieren. Leider scheiterte dieses Vorhaben. Zwar wurden vom Ausgangspunkt der Ellesmere Insel nur ca. 250 000 km² neues Land entdeckt, doch konnten gleichzeitig große Mengen an wissenschaftlichen Daten eingesammelt werden.  

Die Expedition dauerte vier Jahre. Im Gåsefjord frohr das Schiff ein und In Norwegen glaubte man die "Fram" und ihre Mannschaft bereits verloren. Um so größer war die Freude, als das Schiff im Herbst 1902 wieder in seine Heimat zurückkehrte.

Roald Amundsen

Roald Amundsen, 1899
Roald Amundsen, 1899
Photo: Daniel Georg Nyblin/Owner: Nasjonalbiblioteket, bldsa_NBRA0005

Roald Amundsen ist einer der größten Entdecker und Polfahrer Norwegens. Amundsen entdeckte den nord-westlichen Weg in das nördliche Polgebiet auf der Expedition 1903-1906. 

1911 waren er und seine Männer die ersten Menschen, die den Südpol erreichten. Die Reise von und zur Walbucht fand mit dem Polarschiff "Fram" statt.  Später versuchte Amundsen auch den Nordpol zu erreichen, sowohl mit dem Polarschiff "Maud" als auch mit dem Flugzeug. 1926 überflog er die Arktis mit dem Luftschiff  "Norge". 

1928 verschwand Roald Amundsen bei der Suche nach dem Luftschiff  "Italia" und Kapitän Nobile, die im nördlichen Polargebiet abgestürzt waren. Nobile konnte gerettet werden, aber Norwegen verlor einen seiner größten Entdecker. 

Thor Heyerdahl

Thor Heyerdahl am Mast des Kon-Tiki Floßes
Thor Heyerdahl am Mast des Kon-Tiki Floßes
Photo: Kon-Tiki Museet

Der Name Thor Heyerdahls ist in aller erster Linie an die weltbekannte Kon-Tiki-Expedition gebunden. 1947 reisten Heyerdahl und seine Mannschaft in einem Balsafloss über den Stillen Ozean. Die Fahrt begann in Peru und endete auf den Tuamato Inseln in Polynesien. Die Reise dauerte 101 Tage. Ziel der Fahrt war es, Heyerdahls Theorie zu belegen, dass eine Besiedlung Polynesiens von Südamerika möglich gewesen sein kann. 

1969 und 1970 fanden die zwei Ra-Expeditionen statt, mit denen Heyerdahl den Beweis erbringen wollte, dass es schon in der Antike möglich gewesen sein musste, den Atlantik mit Schiffen zu überqueren.

1977-78 fand die letzte von Thor Heyerdahls großen Schiffsreisen statt. Hierbei umsegelte er mit dem Schilfboot Tigris die arabische Halbinsel. 

Heyerdahl hat auch wissenschaftliche Expeditionen u.a. auf die Osterinseln, Galapagos, die Maldiven und zu den Pyramiden in Tacume in Südamerika unternommen. 

Im Kon-Tiki Museum auf der Insel Bygdøy sind das gut erhaltenen Balsafloss Kon-Tiki und das Papyrusfloß Ra sowie eine reiche Auswahl an archäologischen Funden von Heyerdahls Expeditionen ausgestellt.

Siehe auch

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