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Die Geschichte von Oslo

Die Geschichte von Oslo geht bis ins Jahr 1000 zurück.

Seit dem Mittelalter hat sich die Stadt stark verändert und mehrere Male den Namen gewechselt. 

Oslo, Kristiania oder Christiania?

Die verschiedenen Namen, die Oslo in seiner Geschichte getragen hat, können einen leicht verwirren.

Der ursprüngliche Name der Stadt ist Oslo. Im Mittelalter befand sich diese Stadt an der östlichen Seite der Bjørvika Bucht unterhalb von Ekeberg. Nach einem zerstörerischen Stadtbrand im Jahre 1624 entschied Christian IV., dass die Stadt in der Gegend der Festung Akershus wieder aufgebaut werden und den Namen Christiania tragen sollte. Ab 1877 schrieb man den Namen Kristiania mit K, und 1925 bekam die Stadt ihren ursprünglichen Namen Oslo zurück. 

Mittelalterliches Oslo

Mittelalterliches Oslo: Schloss Akershus
Mittelalterliches Oslo: Schloss Akershus
Photo: VisitOSLO/Tord Baklund

Oslos Geschichte beginnt im Mittelalter. Die erste Bebauung fand um das Jahr 1000 statt. Die Mittelalterstadt lag unterhalb von Ekeberg, auf der östlichen Seite der Bjørvika Bucht. Um 1300 zählte Oslo ca. 3000 Einwohner. Die Stadt war der Königssitz Håkon V. (1299-1319), der den Bau der Akersborg und späteren Festung Akershus veranlasste.

Im heutigen Stadtteil Gamlebyen findet man Zeugen des mittelalterlichen Oslos in Form von Ruinen und Teilen von alten Gebäuden. Hier befindet sich auch Ladegårdens Middelalderkontor, das über die Mittelalterstadt informiert und geführte Touren anbietet. Ebenso nahe liegt der Ruinenpark mit Ruinen der St. Hallvards Kathedrale (12. Jahrhundert) und dem St. Olavskloster. 

Renaissance-Stadt

Christiania torv
Christiania torv
Photo: VisitOSLO/Tord Baklund

Von 1536 an war Norwegen in Union mit Dänemark. Nach dem fast alles zerstörenden Stadtbrand 1624 entschied König Christian IV. von Dänemark-Norwegen, dass die Stadt nahe der Festung Akershus wieder aufgebaut werden sollte, so dass die Festung zur Verteidigung der Stadt von Nutzen sein konnte. Die Stadt erhielt den Namen Christiania, zu Ehren des Königs.

Dieser Teil der Stadt, der zwischen der Festung Akershus, der Domkirche, der Øvre Vollgate und der Skippergata liegt wird Kvadraturen genannt, und verweist auf die rechtwinkelig angelegten Straßen der Renaissancestadt Christian IV. Viele gut bewahrte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert können hier bewundert werden. Hier befindet sich auch Oslos erstes Rathaus, welches heute das älteste Restaurant der Stadt beherbergt: Café Engebret

Eine Hauptstadt wird gebaut

Das Parlamentsgebäude Stortinget
Das Parlamentsgebäude Stortinget
Photo: VisitOSLO/Rolf Thoresen

In Folge der Napoleonischen Kriege musste Dänemark, das auf der Seite Napoleons gekämpft und als Verlierer aus den Kriegen hervor gegangen war, 1814 seine Provinz Norwegen an den schwedischen König Karl Johan abtreten. In diesem Jahr bekam Norwegen am 17. Mai seine eigene Verfassung und Christiania wurde die Hauptstadt Norwegens. König Karl Johan veranlasste 1825 den Bau des Königlichen Schlosses. Das Königliche Schloss wurde 1848 unter Oscar I. ferstiggestellt. 1866 war auch das Parlamentsgebäude (Stortinget) an der Karl Johans gate fertig gestellt.

Um das Jahr 1850 nahm entlang des Fluss Akerselva die Industrielle Revolution ihren Anfang. Zwischen 1850 und 1900 stieg Kristianias Bevölkerung von ca. 30 000 auf 230 000 Einwohner an. Viele Menschen zogen vom Land in die Stadt um hier zu arbeiten. 

Historisches Oslo

Wie die meisten älteren Städte hat auch Oslo in Folge von Bränden und Erneuerungen seinen Charakter geändert. Viele Ursprüngliches ist verschwunden, aber in einigen Teilen der Stadt gibt es noch Zeugen der vergangerner Zeiten. 

Die über 700 Jahre alte Festung Akershus ist ein wichtiges Kulturerbe. Hier wird u.a. auch an den Zweiten Weltkrieg erinnert. In der Festung wurden viele norwegische Freiheitskämpfer. In den letzten Kriegsstunden wurde die Festung entgültig an die Norwegische Widerstandsbewegung übergeben. Nach dem Krieg musste Vidkun Quisling hier im Gefängnis sitzen. Daher hat auch das Norwegische Widerstandsmuseum seinen natürlichen Standort auf der Festung. 

Oslos Stadtmuseum
Oslos Stadtmuseum
Photo: VisitOSLO/Linn S. Johansen


Im Frognerpark befindet sich Oslos Stadtmuseum. Wenn man sein Wissen über Norwegens Hauptstadt vervollständigen will, dann sollte man auch diesen Ort besuchen. Das Museum hat Modelle, Gegenstände, Fotografien und Gemälde, die alle zusammen ein rundes Bild von der Stadtentwicklung, vom Handel und der Kultur und dem Leben der Bevölkerung im Laufe der 1000-jährigen Geschichte Oslos vermitteln. 

Der Fluss Akerselva ist die Wiege der Industrialisierung in Norwegen. Auf einer Wanderung entlang des Flusses kann man viel Interessantes und Schönes in Form von lebendiger Kultur entdecken. Wasserfälle und alte Holzhäuser bilden einen starken Kontrast zu den enormen Industriegebäuden.

Siehe auch

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