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Ausstellungen
© Munch Museum/Munch-Ellingsen Group/BONO, Oslo 2013

Munch 150 – Werke von 1882 bis 1903

Die Ausstellung Munch 150 ist die umfangreichste Präsentation der Kunst Edvard Munchs, die je gezeigt wurde. Werke aus dem Zeitraum 1882-1903 sind in der Nationalgalerie ausgestellt.



© Munch Museum/Munch-Ellingsen Group/BONO, Oslo 2013

Munch 150 – Werke von 1904 bis 1944

Die Ausstellung Munch 150 ist die umfangreichste Präsentation der Kunst Edvard Munchs, die je gezeigt wurde. Werke von 1904-1944 werden im Munch-Museum gezeigt.



Munch-museet fasade © Astrid Westvang (CC BY-NC-ND 2.0)

Munchs Kunst in Oslo

Die zweifellos weltgrößte Sammlung von Munch-Werken macht Oslo zu einem ungewöhnlichen Kunst-Reiseziel.

Munch-museet inne © Adeline Cuvelier
 
Foto: Adeline Cuvelier
Aulaen UiO © Norsk Kammermusikk Festival
Foto: Norsk Kammermusikk Festival

 

Oslo ist nicht nur im biographischen Sinne die Stadt Munchs. Hier befindet sich auch der Hauptteil seiner künstlerischen Werke. Während andere Künstler mit ihren Werken nur in kleinerem Umfang in verschiedenen Museen und Sammlungen vertreten sind, gibt es in Oslo Tausende von Munch-Werken.


Munchs Kunst kann man in zwei der Museen in Oslo erleben. Zudem gibt es in der Stadt mehrere Räumlichkeiten, die von Munch ausgeschmückt wurden, und mit ein bisschen Planung können diese besichtigt werden.

 

Munch im Museum

Bei seinem Tod 1944 hatte Munch der Stadt Oslo sämtliche Werke aus seinem Nachlass vermacht. Diese bekamen ein dauerhaftes Zuhause, als 1963 das Munch-Museum eingeweiht wurde. Nach langer Diskussion wurde das Museum im Stadtteil Tøyen, im Osten von Oslo, in der Nähe der Gegend, in der Munch aufgewachsen war, gebaut.

 

Das Munch-Museum mit seinen Werken eines einzigen Künstlers ist in seiner Art eins der umfangreichsten Museen der Welt. Unter anderem umfasst die Sammlung über die Hälfte aller Gemälde Munchs sowie sämtliche graphischen Motive. Hier gibt es Werke der gesamten Schaffensperiode Munchs, einschließlich weltbekannter Werke wie Madonna und zwei Versionen von Der Schrei. Natürlich sind nicht alle Werke jederzeit ausgestellt. Platzgründe, brüchige Leinwände und Leihgaben an andere Museen sind Ursachen für wechselnde Ausstellungen, und dies betrifft auch die Highlights. Besucher werden jedoch immer einige bekannte Werke sehen können. Ein wichtiger Aspekt ist, dass die große Sammlung einen hervorragenden Ausgangspunkt für Themen- und Sonderausstellungen bildet. Diese wiederum bieten einzigartige und stets neue Möglichkeiten, sich mit Munchs Kunst zu befassen.


Die Nationalgalerie war 1891 die erste öffentliche Sammlung, die ein Bild von Munch, Nacht in Nizza, kaufte. Heute besitzt das Museum eine bedeutende Sammlung mit Gemälden aus Munchs frühen Jahren bis 1920. Das Museum hat einen eigenen Munch-Saal mit Meisterwerken wie Pubertät (1894-95), Asche (1895), Tanz des Lebens (1899) sowie der bekanntesten Version von Der Schrei von 1893. Die Nationalgalerie bietet auch die Möglichkeit, Munchs Kunst im Zusammenhang mit anderen norwegischen Künstlern derselben Zeit zu betrachten. Unter anderem hängen Gemälde von Munchs Mentor Christian Krohg im Nachbarsaal.

 

Ausschmückungen: Aula der Universität und Freia-Saal

Die Aula der Universität befindet sich im Domus Media, einem der Gebäude der Universität Oslo in der Stadtmitte. Die Aula entstand als Anbau 1911 im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Jubiläum der Universität. Der Wettbewerb um die Vergabe des Ausschmückungsauftrags für den neuen Festsaal war turbulent und dauerte lange, aber schließlich erhielt Munch den Auftrag. Die Arbeit wurde 1916 vor Ort ausgeführt. Kaum eine andere künstlerische Arbeit beschäftigte Munch so intensiv wie die Ausschmückung der Aula. Damals waren die Gemälde wegen ihres experimentellen, expressionistischen Stils umstritten. Heute sind sie der monumentale Ausdruck für das, was Munch selber als „die großen, ewigen Kräfte“ beschrieb.

 

Freiasalen

Freiasalen

Foto: Jøran Pecher

              

Der Freia-Saal ist ein anderer Raum in Oslo mit Ausschmückungen von Munch. 1920 wurde Munch von Direktor Johan Throne Holst von der Schokoladenfabrik Freia gebeten, einen der drei Speisesäle im Fabrikgebäude auszuschmücken. Munch malte eine Serie von 12 Bildern, bekannt als Freia-Fries. Die Gemälde sind lebensbejahend und die Motive alltägliche Situationen aus den Orten Kragerø und Åsgårdstrand, wo Munch oft die Sommermonate verbrachte. Der Freia-Saal ersetzte 1934 die alten Speisesäle, und der Fries wurde dorthin geschafft.

 

Sowohl die Aula der Universität als auch der Freia-Saal sind in diesem Sommer im Rahmen der großen Munch 150 Ausstellung für Besucher geöffnet. Alle Öffnungstage sind in unserem Munch-Kalender eingetragen, und in unseren Ausstellungsbeschreibungen der Aulagemälde und des Freia-Frieses finden Sie auch Information zu den Öffnungszeiten.

 

Munch im Einkaufszentrum

Für ein leicht erreichbares Munch-Erlebnis ist ein Besuch im Einkaufszentrum Paleet zu empfehlen. In der Halle im Erdgeschoss hängt das Munch-Gemälde Karl-Johan (ca. 1885). Dies war das erste von mehreren Bildern mit der Fassadenreihe des oberen Teils der Straße „Karl Johan“, die der junge Edvard Munch malte. Mehr über Munchs Beziehung zu diesem Teil der Stadt können Sie in den Artikeln über Oslo-Motive in Munchs Kunst lesen.

 

 

Quellen: Frank Høifødt. 2002. Munch in Oslo. Damm; www.munch-museet.no

Zuletzt aktualisiert   10.06.2013