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Norwegische Weihnachtstraditionen

Die norwegischen Weihnachtstraditionen haben ihren Ursprung in der abendländisch, christlichen Tradition des Weihnachtsfestes, dem jüdischen Chanukka Fest und dem altnordischen Julfest.

Vorweihnachtszeit in Oslo 

Von Ende November bis Ende Dezember erstrahlt die Stadt in weihnachtlichem Glanz. Die Weihnachtseinkäufe und die Vorbereitungen zum Fest sind dann im vollen Gange. Am ersten Adventswochenende wird der Weihnachtsbaum feierlich entzündet und die Festbeleuchtung in der Straβen angeknipst. Im Advent kann man Weihnachtskonzerte und Weihnachtsmärkte besuchen.

In der Vorweihnachtszeit organisieren viele Firmen Weihnachtsfeiern für ihre Angestellten, dann sind viele Restaurants und Cafés in der Adventszeit gut besucht. Zu den Weihnachtsfeiern werden traditionellen Weihnachtsessen serviert.

"Kleiner" Weihnachtsabend, 23. Dezember

Glass angel, Christmas market at the Folk Museum
Glass angel, Christmas market at the Folk Museum
Photo: VisitOSLO/Nancy Bundt

In den aller meisten Familien wird an diesem Abend der Weihnachtsbaum angeputzt und Lebkuchen gebacken. Zu einem richtigen Vorweihnachtsabend gehört es auch, den beliebten Sahnebrei (Risengrynsgrøt) mit Zucker, Zimt und etwas Butter zu essen. Im Brei wird eine Mandel versteckt und wer die Mandel findet, gewinnt ein Marzipanschweinchen!

Heilig Abend, 24. Dezember  

Der Weihnachtsabend ist der Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Vormittags werden oft noch die letzten Geschenke eingekauft oder man besucht die Kirche, um ein wenig Ruhe in der oft so hektischen Weihnachtszeit zu erhaschen. Um 17 Uhr wird der Heilige Abend eingeläutet und die meisten Norweger essen das Weihnachtsessen zu Hause mit ihrer Familie. Die Geschenke werden unter den Weihnachtsbaum gelegt und im Laufe des Abends ausgepackt.

Die meisten Norweger folgen diesen Traditionen und auch viele Einwanderer-Familien feiern Weihnachten und mischen ihre eigenen Traditionen mit denen den ladesüblichen. Da der Heilige Abend vorwiegend zu Hause stattfindet, sind die meisten Restaurants und Bars am Weihnachtsabend geschlossen. In den Straβen ist es daher still. Öffentliche Weihnachtspartys sind schwer zu finden.   

25.-30. Dezember

Zwischen Weihnachten und Silvester trifft man die Verwandten zu weiteren Weihnachtsessen und gemütlichen Abenden im familiären Kreis. Ab dem 26.12. sind wieder mehr Menschen in der Stadt unterwegs, denn jetzt ist es an der Zeit eine Café oder eine Bar zu besuchen und sich mit Freunden zu treffen. Am 27.12. sind auch die Geschäfte wieder geöffnet und das eine oder andere Geschenk wird umgetauscht.

Essen, Getränke und Weihnachtssüβigkeiten

Pinnekjøtt
Pinnekjøtt
Photo: Fursetgruppen

Das gewöhnlichste Weihnachtsessen ist der Krustenbraten (Svineribbe), aber auch Laugenfisch (Lutefisk) und Dörrfleich (Pinnekjøtt), Dorsch, Schweinesteak und Pute sind beliebte Weihnachstgerichte. Die meisten Restaurants servieren Weihnachtsessen in den Monaten November und Dezember. Dazu wird oft ein Weihnachtsbier angeboten, das etwas dunkler und malziger schmeckt als ein normales Pils. Weihnachtsbier bekommt man ab November in allen Supermärkten gekauft. 

Sahnebrei (Risengrynsgrøt) hat eine lange Tradition und ist das Gericht, dass der Weihnachtswichtel (Julenisse) im Stall serviert bekommt. Auf dem Lande stellt man noch heute eine Schüssel mit Sahnebrei in den Stall, dann wird der Wichtel milde gestimmt und bringt viele Geschenke zu den Kindern des Hauses. 

Pepperkaker (Christmas cookies)
Pepperkaker (Christmas cookies)
Photo: VisitOSLO/Nancy Bundt


Im Advent wird viel Glögg getrunken. Glögg ist ein warmes Getränk, das mit dem deutschen Glühwein verwandt ist. Glögg beinhaltet meist etwas Rotwein, kann aber auch als nicht alkoholisches Getränk auf allen Weihnachtsmärkten in Oslo gekauft werden. Dazu empfiehlt es sich, ein Stück Lebkuchen (Pepperkake) zu naschen. Dieser wird in der Weihnachtszeit in groβen Mengen verspeist und viele Eltern backen mit ihren Kindern zu Hause. In vielen Familien wird auch ein Lebkuchenhaus gebacken, das erst als Dekoration dient und später gegessen wird. 

Auch in Norwegen ist die Weihnachtszeit die Hochsaison für Süßigkeiten und Naschereien. Dazu gehört u.a. Marzipan. Laut dem norwegischen Süβigkeitenproduzent Nidar werden in der Weihnachtszeit 40 Mio. Marzipanfiguren von knapp 5 Mio. Norwegern verspeist. Aber auch Schokolade und Nüsse sind in vielen Weihnachtsstuben zu finden. Gebrannte Mandeln und kandierte Äpfel kann man auf den Weihnachtsmärkten kaufen.

Weihnachtsdekoration

In der Adventszeit wird das Haus mit Wichteln, Engeln, Herzen, Zapfen, Sternen, einer Weihnachtskrippe oder einem Lebkuchenhaus geschmückt. Auch vor dem Haus werden Bäume und Sträucher mit Lichterketten angeputzt. Den Weihnachtsbaum dekoriert man mit  Kugeln, Figuren und einem Stern als Spitze. Den traditionellen norwegischen Weihnachtsschmuck kann man in vielen Geschäften und auf den Weihnachtsmärkten kaufen.

Öffnungszeiten

25. und 26. Dezember sowie 1. Januar sind Feiertage und die allermeisten Geschäfte und Attraktionen halten geschlossen. 

24. Dezember (Heilig Abend) und 31. Dezember sind keine Feiertage, doch viele Geschäfte und Büros schlieβen früher. Viele Attraktionen halten bereits geschlossen. 

Die touristinformation Oslo Visitor Centre (am Hauptbahnhof  Oslo S) ist an allen Tagen geöffnet!

 

Öffnungszeiten Weihnachten

 

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