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Die Entdecker

Bereits seit der Wikingerzeit hat Norwegen groβe Entdecker hervor gebracht. Leiv Eiriksson schrieb sich in die Geschichtsbücher, als er im Jahr 1000 Amerika entdeckte. Seit dieser Zeit hat der angeborene Entdeckungsdrang der Norweger diese in die entlegendsten Winkel der Welt geführt. In den Osloer Museen können Sie sowohl die Schiffe als auch die Ausrüstung, die auf diesen Reisen benutzt wurden, anschauen.

Polfarerne

Wenn Sie Norwegen besuchen, dann sind Sie zu Gast bei einer Polarnation. Mehr als 40% Norwegnes liegt nördlich des Polarkreises. Im Norden sind Svalbard, Bjørnøya und Jan Mayen norwegisches Territorium und im Süden erstreckt sich Norwegen auf 2 Millionen Quadratkilometern.

Polarskuta Fram

Polarschiff Fram

Das Polarschiff "Fram" spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte der norwegischen Polarexpeditionen, denn es kam auf drei welthistorischen Fahrten zum Einsatz.

"Fram" war das stärkste Holzschiff der Welt, gebaut um dem Eis in den Polregionen zu trotzen. Im Frammuseum auf der Insel Bygdøy ist der sorgfältig restaurierte Eisbrecher ausgestellt. Hier kann man auch die Ausrüstungen und Geräte betrachten, die Nansen, Sverdrup und Amundsen auf ihren Expeditionen benutzten. 

Fridtjof Nansen-statue på Frammuseet

Fridtjof Nansen

Der Entdecker und Wissenschaftler Fridtjof Nansen war ein Vorreiter auf dem Gebiet der Polarforschung. Seine Überquerung Grönlands auf Skiern 1888 war ein polarhistorisches Ereignis.

Es war Nansen, der gemeinsam mit Colin Archer den Eisbrecher "Fram" konstruierte. Dieses Schiff kam bei drei Exkursionen zu den polaren Gebieten zum Einsatz. 
 
"Fram" wurde 1892 zu Wasser gelassen. Das Ziel der ersten Expedition war es, mit dem Eis über das Polarmeer zu treiben und zu beweisen, dass es eine Meeresströmung von Osten nach Westen und Norden gab. Nansen Theorie bestätigte sich: Das Schiff trieb drei Jahre (1893-96) über das Poralmeer. 
 
Aber das Schiff trieb nicht so nah an den Nordpol, wie erwartet. Daraufhin versuchte Nansen 1895 gemeinsam mit Hjalmar Johansen, den Nordpol auf Skiern zu erreichen. Sie erreichten 86° und 4 Minuten nördliche Breite und erreichten damit den nördlichsten Punkt, den ein Mensch bis dahin erreicht hatte.

Später wurde Fridtjof Nansen für sein großes humanitäres Engagement bekannt, und wurde 1922 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Otto Sverdrup

Gemeinsam mit Nansen überquerte Otto Sverdrup 1888 Grönland auf Skiern. Auf den Fahrten der "Fram" auf dem Polarmeer war er der Kapitän. Nachdem Nansen das Schiff verlies, um den Nordpol zu erreichen, wurde Sverdrup der Expeditionleiter.

Die folgende Expedition 1898 wurde ebenfalls von Sverdrup angeführt. Ziel war es, die "weißen Flecke" im östlichen Grönland zu kartographieren, doch das gelang nicht. Mit Ausgangspunkt in Ellesmere Island wurden nur ca. 250 000 km² neues Land entdeckt und eine große Menge wissenschaftlicher Daten eingesammelt. 
 
Die Expedition dauerte vier Jahre. Im Gåsefjord frohr das Schiff ein. In Norwegen glaubte man die "Fram" und ihre Manschaft bereits verloren. Um so größer war die Freude, als das Schiff im Herbst 1902 wieder nach Hause zurück kehrte.

Roald Amundsen

Roald Amundsen ist einer der größten Entdecker und Polfahrer Norwegens.
Amundsen entdeckte den nord-westlichen Weg in das nördliche Polgebiet auf der Expedition 1903-1906. 

1911 war er und seine Männer der erste Mensch, der den Südpol erreichte. Die Reise zur und von der Walbucht fand mit dem Polarschiff "Fram" statt.  Später versuchte Amundsen auch den Nordpol zu erreichen, sowohl mit dem Polarschiff "Maud" als auch mit dem Flugzeug. 1926 überflog er  die Arktis mit dem Luftschiff  "Norge".

Roald Amundsen verschwand 1928 bei einer Suchaktion nach dem Luftschiff  "Italia" und Kapitän Nobile, der in dem nördlichen Polargebiet vermisst wurde. Nobile wurde gerettet, aber Norwegen hatte einen seiner größten Männer verloren.
Kon-Tiki Museet

Thor Heyerdahl

Der Name Thor Heyerdahls ist in aller erster Linie an die Kon-Tiki-Expedition gebunden. 1947 reiste Heyerdahl und seine Mannschaft in einem leichten Schilfboot über den Stillen Ozean. Die Fahrt begann in Peru und endete auf den Tuamato Inseln in Polynesien. Die Reise dauerte 101 Tage. Ziel der Fahrt war es, Heyerdahls Theorie zu belegen, dass eine Besiedlung Polynesiens von Südamerika möglich war. 

1969 und 1970 fanden die zwei Ra-Expeditionen statt, mit denen Heyerdahl beweisen wollte, dass es schon in der Antike möglich gewesen sein musste, den den Atlantik mit Schiffen zu überqueren. 

1977-78 fand die letzte von Thor Heyerdahls großen Schiffsreisen statt, als er mit dem Schilfboot Tigris die arabische Halbinsel umsegelte.

Heyerdahl hat auch wissenschaftliche Expeditionen u.a. auf die Osterinseln, Galapagos, die Maldiven und die Pyramiden in Tacume in Südamerika unternommen. 

Im Kon-Tiki Museum auf der Insel Bygdøy kann das gut erhaltene Schilfboot Kon-Tiki und das Papyrusfloß Ra, sowie eine reiche Auswahl an archeologischen Funden von Heyerdahls Expeditionen betrachtet werden.

 




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