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Über Edvard Munch

Eine kurze Einführung zum Künstler Edvard Munch und seiner Beziehung zur Oslo-Region.

Edvard Munch: Angst/Anxiety
Edvard Munch: Angst/Anxiety
Photo: Munchmuseet

Der Künstler Edvard Munch

In einem kunstgeschichtlichen Zusammenhang wird Munch oft als Symbolist und früher Vertreter des Expressionismus, der Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer zentralen Kunstrichtung wurde, klassifiziert. Bereits als sehr junger Künstler in den 1880er Jahren schuf Munch Raum für seine eigenen gefühlsmäßigen Erfahrungen in der Kunst. Auf diese Weise repräsentierte er einen Bruch mit dem damals herrschenden Fokus des Naturalismus auf das Äußere, Objektive. Er griff der Wendung zum Subjektiven, Psychologischen vor, die erst in den 1890er Jahren richtig einsetzte. Existenzielle Themen, wie Angst, Tod, Liebe, Eifersucht und Melancholie traten in den Mittelpunkt.

Auf seiner Suche, die „subtilsten Seelenvorgänge“ auszudrücken, entwickelte Munch seine charakteristische Formsprache. Der Ausdruck starker, subjektiver Gefühle erforderte eine andere Ausdrucksform als die der Naturalisten. In Munchs Kunst werden innere und äußere Wirklichkeit in großen, von klaren Konturen begrenzten Flächen vermischt. Die Motive werden zu Symbolen für unterschiedliche Gefühle und Stimmungen stilisiert und abstrahiert. Munch schuf allmählich einen Satz fester Bildsymbole, die er für unterschiedliche Gefühle und Zustände verwendete. Auch Farben spielen in Munchs Kunst oft eine deutliche symbolische Rolle.

Munch war unglaublich produktiv. Er ist vor allem durch seine Gemälde bekannt, aber er benutzte viele verschiedene Techniken. Unter anderem war er auch als Graphiker kreativ und experimentierte eifrig mit neuen Medien wie Fotografie und Film.

Munchs Beziehung zur Oslo-Region

Edvard Munch wohnte im Laufe seines Lebens an vielen Orten in der Oslo-Region. Er wurde in Løten in der Provinz Hedmark geboren, wo er seine ersten Lebensjahre verbrachte. Danach zog seine Familie nach Kristiania, und Munch verbrachte den Rest seiner Kindheit und die Zeit als junger Erwachsener in der Hauptstadt.

Ab 1889 hielt sich Munch über längere Zeiträume im Ausland auf, kam aber regelmäßig nach Norwegen. Die Landschaft und das Licht am Oslofjord gefielen ihm besonders, und mehrere Städte an der Küste zählten zu seinen Aufenthaltsorten: Kragerø, Åsgårdstrand, Hvitsten und Moss. 1916 kaufte er das Anwesen Ekely in Oslo, wo er bis zu seinem Tod 1944 wohnte.

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