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Den Fjord entlang durch durchs Stadtzentrum: Ein Spaziergang auf der Hafenpromenade ist ein abwechslungsreiches Abendteuer. Hier treffen Natur, Architektur, Kunst und Kulinarik aufeinander.

Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahren war es eigentlich unvorstellbar, dass irgendjemand die knapp 10km lange Strecke zu Fuß erkunden will. Oslos Strandlinie war geprägt von Containern, Hafenkränen und Schwerverkehr. Diese sind Parks, Badestegen, Skulpturen, Restaurants und Wohngebieten gewichen.

Heute verbindet die Hafenpromenade alte und neue Stadtteile, Ost und West, und hat viele große und kleine Erlebnisse zu bieten. Hier wird spaziert, gewandert, flaniert, fahrradgefahren und gerannt – Platz ist für alle.

Folge den orangen Leuchttürmen

In der Sommersonne ist die Hafenpromenade genauso schön wie unter einer weißen Schneedecke. An welchem Ende du beginnst, ist dir überlassen.

Entlang der Promenade stehen 14 große, orangefarbige „Leuchttürme“ aus alten Containern, die dir den Weg weisen.

An jedem Turm findest es Beschreibungen der Gegend, Kunst und Fotos, die die Geschichte und Entwicklung des Hafenareals zeigen.

Sørenga: Das gute Leben am Fjord

Perfekter Ausgangspunkt für einen Spaziergang ist der Sørenga Pier, ein neuer Stadtteil im östlichen Teil des Hafenbeckens. Von hier hat man einen schönen Blick auf den Fjord und die Innenstadt. Vor allem im Sommer ist Sørenga eine zentrumsnahe Oase mit vielen Restaurants, Eisgeschäften, guter Stimmung und nicht zuletzt dem großen Fjordschwimmbad.

Auch bei KajakpaddlerInnen ist Sørenga beliebt. Hier mündet nämlich der Fluss Akerselva in den Fjord. Die letzten 300m des Flusses gehen unter dem Hauptbahnhof durch einen beleuchteten Tunnel, dessen Durchquerung für viele der Höhepunkt ihrer Kanutour ist.

Von Sørenga geht der Weg über eine schwimmende Brücke in Richtung des Opernhauses. Die Brücke endet auf der künstlichen Insel Sukkerbiten, dem Zuckerwürfel. Hier liegt das Schiff MS Bjørvika, welches zu einer Bar umgebaut wurde, vor Anker.

Vielleicht der richtige Zeitpunkt, um sich mit einem Gläschen auf dem Fjord auszuruhen?

Munch und Donuts in der Oslobukta

Sich ein bisschen zu verlaufen ist manchmal das Beste, was man machen kann. Bevor du also den nächsten orangenen Leuchtturm ansteuerst, wag einen kleinen Abstecher über die Fußgängerbrücke zum neuen Munchmuseum.

Hier, in der Oslobukta, der Oslobucht, befinden sich die einzigartigen, verwinkelten Neubauten des Bispevika-Ensembles und ein moderner Spielplatz mit Springbrunnen und Klettergerüst.

Die Gegend hat kulinarisch einiges zu bieten: Hier befindet sich das Sternelokal Maaemo und dessen Schwesterrestaurant The Vandelay. Eine süße Versuchung sind die Donuts von Talormade, am besten mit einer Tasse Kaffee am Fjord zu genießen. Magst du es lieber salzig, bekommst du authentisches Ramen bei Koie, gleich neben dem Munchmuseum.

Architektursafari in Bjørvika

Zurück zur Hafenpromenade! Gleich beim nächsten Leuchtturm liegen gleich mehrere von Oslos neuesten Wahrzeichen: die Oper, die neue Deichman-Bibliothek und die hohen, schmalen Gebäude des Stadtviertels Barcode. Hier gibt es viel zu entdecken.

Geh auf dem Operndach spazieren, bestaune die Architektur der Deichman-Bibliothek und mache Bilder von den spannenden Winkeln und Ausschmückungen der Gebäude im Barcode.

Kunst und Sauna

Gehst du ein Stückchen weite, siehst du bald einige Pyramiden vor dir. Das bedeutet, dass du beim nomadischen Kunstprojekt SALT angekommen bist.

Unter den großen Holzkonstruktionen, welche Fischtrockengestellen nachempfunden sind, beherbergt SALT Kunst, Musik, Kulinarik und mehrere Saunen. Das Gelände ist das ganze Jahr über geöffnet, im Winter versammelt man sich hier um Lagerfeuer und Feuertonnen.

Streetfood mit Aussicht

Am Ende der Halbinsel, zehn Minuten von SALT, liegt die Markthalle Vippa mit ihren vielen Essensständen, die Gerichte aus der ganzen Welt anbieten. Das Gebäude ist außen wie innen mit großflächigen Malereien geschmückt und Lichterketten zieren den Gastgarten, von dem man einen einmaligen Blick auf die Inseln im Oslofjord sowie Aker Bygge hat.

Auf historischem Grund nach Tjuvholmen

Weiter geht es den Fjord entlang, vorbei an einigen Klassikern. Zunächst gehst du im Schatten der imposanten Festung Akershus, die auch einen Abstecher wert ist. Die Festungsanlage und das innenliegende Schloss beschützen bereits seit dem 14. Jahrhundert die Stadt.

Ein paar Schritte weiter liegt das Rathaus, bekannt für seine einzigartige Architektur und die detaillierten Ausschmückungen im Inneren, sowie das Glockenspiel, das zur vollen Stunde bekannte Lied erklingen lässt.

Noch ein Stückchen weiter siehst du das neue norwegische Nationalmuseum. Ein weiterer empfehlenswerter Halt auf der Promenade ist das Hafenviertel Aker Brygge, eine Shopping- und Restaurantmeile mit besonderem Flair.

Am äußeren Ende von Aker Brygge, jenseits der kleinen Fußgängerbrücke, bist du wieder in einem der neuen Stadtteile – Tjuvholmen. Das Stadtviertel ist geprägt von architektonischer Vielfalt und dem Zusammenspiel von Kunst, Freiräumen und der Lage am Fjord. Hier findest du eine Vielzahl von Galerien und Skulpturen – der unbestrittene Höhepunkt ist natürlich das Astrup Fearnley Museum mit seiner international renommierten Sammlung moderner Kunst.

Eine sportliche Pause in Filipstad

Filipstad heißt der Stadtteil gegenüber von Tjuvholmen. Hier liegt eine große Skatehalle Skur 13. Ursprünglich wurde das Gebäude als Lagerhalle genutzt und dann für die X-Games 2016 in einen Skatepark verwandelt. Jetzt ist die Anlage für alle zugänglich, die sich auf Skateboards und Rollerblades probieren wollen.

Gleich vor der Halle findest du Trainingsgeräte, Sitzbänke und die Skulptur Oslotreet – ein 14m hoher Baum mit Blättern aus LED-Lampen, der abends besonders fotogen ist.

Hinaus in die Natur

Jetzt bist du den Fjord entlang durch das ganze Stadtzentrum gegangen. Wenn du weitergehen willst, kannst du einfach der Promenade weiter folgen. Höhepunkte am Weg sind der Kleinboothafen Kongen Marina, vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt mit Südstaaten-Feeling, Cocktails und Palmen, sowie Frognerkilen, wo man einen schönen Blick auf die Museumsinsel Bygdøy und das Lustschloss Oscarshall hat. Bei Frognerkilen befindet sich auch der letzte orange Leuchtturm.

Am Ende der Promenade kannst du auf Küstenpfaden weiterwandern – und auf einmal bist du mitten in der Natur auf Bygdøy.

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Dieser Artikel wurde durch eine Förderung der Stadt Oslo ermöglicht.