Künstler erzählen, an welche Konzerte in Oslo sie sich am liebsten erinnern

Künstler erzählen von ihren schönsten Konzerterlebnissen in Oslo

Viele Künstler leben oder begannen ihre Karriere in Oslo, von A-ha bis Unge Ferrari. Wir haben einige von ihnen nach ihren schönsten Erlebnissen als Konzertbesucher in Oslo gefragt.

Jeder fängt irgendwo an. Um sich als zu Musiker entwickeln, muss man hinausgehen und die Musik anderer erleben. Oslo ist eine Stadt voller musikalischer Erlebnisse, mit mehreren tausend Konzerten jedes Jahr und zig verschiedenen Konzertbühnen!

Thea Glenton Raknes (Thea & The Wild)

Theas sanfter Indie-Pop erinnert an eine Mischung aus Florence & The Machine und Roy Orbison und ist immer wieder auf angenehme Art überraschend.

Thea Glenton Raknes

Photo: Indianer


„Ich habe sehr viele schöne Erinnerungen an Konzerte in Oslo, z. B. 2009, als ich die legendären Buzzcocks in dem tollen Rock-Keller der ehemaligen ‘Garage‘ in der Straße Grensen sah. Oder 2015, als Bombino mit Monica Heldal beim Festival Norwegian Wood auf der Bühne stand. Und natürlich letztes Jahr die Band The Switch aus dem Osloer Stadtviertel Torshov, die im Ingensteds direkt am Fluss Akerselva auftrat.“

 

Kenneth Engebretsen

Kenneth Engebretsen
Photo: Samuel John Ditta

Kenneth wurde vom Magazin Natt&Dag „Norwegens einziger echter Rapper“ genannt und kommuniziert nur mithilfe von GROSSBUCHSTABEN.


„Mein schönstes Konzerterlebnis ist wohl mein erstes Konzert. Ich war noch jung und vielversprechend und sah zusammen mit meinem Jugendfreund im Oslo Spektrum MC Hammer. Das war wirklich toll. Sowohl MC Hammer in seinen Hosen als auch die Größe und die Akustik im Oslo Spektrum. Ich freue mich drauf, dort aufzutreten, hahahaha.

Es war wahnsinnig voll, und für einen kleinen Jungen wirkte es noch viel größer als es in Wirklichkeit ist, und es ist ziemlich groß. Ich möchte auch erwähnen, dass meine Kumpels Chirag und Magdi von Karpe Diem Anfang des Jahres auch mächtig Eindruck machten“.

Für Musikbegeisterte von auswärts hat Kenneth einen einfachen Rat:

„Kommt nach Oslo, hahahaha“.

 

Even Steine (Kid Astray)

Kid Astray
Photo: Christian Zervos

Der Gitarrist Even Steine und die anderen der Band Kid Astray haben mit ihrem äußerst tanzbaren Indie Pop überall auf der Welt die Herzen begeistert, von Oslo bis Osaka.

„An einem späten Abend 2013, während des Festivals by:Larm, waren die Band und ich zufällig in das Lokal Mono geraten, wo eine frühe Inkarnation von Emile the Duke auf der Bühne stand. Damals rappte er auf Englisch über Business in Oslo und hatte eine fantastische kleine Band aus routinierten Jazzmusikern dabei. Die Kombination aus Rap, elektronischem Marimba und Miami Vice-Synthesizer Sound war unglaublich eindrucksvoll.

Seitdem hatte ich einige ähnliche Erlebnisse in Oslo, und es sind ja genau solche Konzerte, die sich einprägen und einen ein Leben lang begleiten“.

 

Sondre Lerche

Sondre Lerche
PLZ / Tiger Safari


Sondre Lerche ist seit über 15 Jahren ein Pfeiler der norwegischen Rockszene und einer der von den Kritikern meistgeschätzten Künstler, auch live.

„Das erste, was mir einfällt, ist Francis and the Lights im Parkteatret in diesem Sommer. Was für ein Charisma, Können und Selbstvertrauen. Eine Wahnsinns-Einmann-Show! Und das Parkteatret ist für solche Konzerte perfekt: intim und elegant“.

 

Lars Lillo-Stenberg (deLillos)

Lars Lillo-Stenberg
Photo: kaia Means


Lars Lillo-Stenberg und seine Band deLillos sind in ganz Norwegen für ihre sonderbaren und schönen Lieder über die kleinen Dinge des Lebens, von einem schönen Sommertag bis zu einem verrückten Koch, bekannt.


„Das war, als ich 10 Jahre alt war, 1972, bei Jethro Tull mit Gentle Giant als Vorgruppe in der Njårdhallen. 1972 gehörten Jethro Tull zu den Großen. Fast auf einer Stufe mit Pink Floyd und Led Zeppelin. Die Securityleute verloren die Kontrolle, und schließlich stand ich direkt an der Bühne und konnte den Pianisten John Evan fast berühren. Keine Absperrungen. Ich war völlig baff. Ian Anderson war in Topform und hatte irgendwelche seltsamen Klamotten an. Er sah aus wie eine Mischung aus einem Penner und einer Art Oberklassefigur aus einem Shakespearestück in seiner typischen Pirouetten-Pose, während er virtuose Flötensoli spielte. Ich habe später nie wieder jemanden erlebt, der auch nur annähernd so gut war“. 

 

Ingeborg Marie Mohn (No. 4)

No. 4
Photo: Anne Valeur


No. 4 entwickelt sich zu einer von Norwegens interessantesten neuen Pop-Rock-Bands und spielte im Herbst im nahezu ausverkauften Sentrum Scene.

„Wir waren vor einem Jahr im Rockefeller in Oslo bei Rickie Lee Jones. Für jede von uns hat sie eine besondere Bedeutung, darum haben wir uns sehr auf das Konzert gefreut! Wir waren die jüngsten im Publikum, und es waren auch nicht so viele da. Das war total magisch! Der Funke sprang sofort auf das ganze Publikum über, und wir kauften eine Menge Rickie Merchandising Artikel.

 

Sigurd Wongraven und Kjetil Haraldstad (Satyricon)

Satyricon KLP
Photo: Didrick Stenersen/VisitOSLO


Satyricon gehört zu den allergrößten Metal-Bands Norwegens und zu den Pionieren in der berüchtigten Black Metal-Szene. Die aktuelle Platte von Satyricon ist Deep Calleth Upon Deep, und im September spielten sie auf dem Dach des KLP-Gebäudes.

„Mir fällt meine erste Diamanda Galas-Show im Sentrum Scene ein, die mich unglaublich beindruckt hat“, erzählt Haraldstad.

„Slayer im Rockefeller auf der Reign In Blood-Tour. Und zum Beispiel seltsame Shows wie Candlemass und Atheist auf derselben Bühne. Das ergibt keinen Sinn, aber es war gut“, erinnert sich Wongraven.


Auf dem Konzertkalender von VisitOSLO findet Ihr eine umfangreiche Übersicht über alle Konzerte, die in Oslo stattfinden. 

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