Wo kann man Edvard Munchs Kunst in Oslo sehen?

Edvard Munchs Kunst in Oslo

Die zweifellos weltgrößte Sammlung von Munch-Werken macht Oslo zu einem ungewöhnlichen Kunst-Reiseziel.

Oslo ist nicht nur im biographischen Sinne die Stadt Munchs. Hier befindet sich auch der Hauptteil seiner künstlerischen Werke. Während andere Künstler mit ihren Werken nur in kleinerem Umfang in verschiedenen Museen und Sammlungen vertreten sind, gibt es in Oslo Tausende von Munch-Werken.


Munchs Werke kann man in zwei der Museen in Oslo erleben, das Munch-Museum und die Nationalgalerie. Zudem hat Munch die Aula der Universität Oslo ausgeschmückt, die mit ein bisschen Planung besichtigt werden kann.

Das Munch-Museum

Bei seinem Tod 1944 hatte Munch der Stadt Oslo sämtliche Werke aus seinem Nachlass vermacht. Diese bekamen ein dauerhaftes Zuhause, als 1963 das Munch-Museum eingeweiht wurde. Nach langer Diskussion wurde das Museum im Stadtteil Tøyen, im Osten von Oslo, in der Nähe der Gegend, in der Munch aufgewachsen war, gebaut.

Das Munch-Museum mit seinen Werken eines einzigen Künstlers ist in seiner Art eins der umfangreichsten Museen der Welt. Unter anderem umfasst die Sammlung über die Hälfte aller Gemälde Munchs sowie sämtliche graphischen Motive. Hier gibt es Werke der gesamten Schaffensperiode Munchs, einschließlich weltbekannter Werke wie Madonna und zwei Versionen von Der Schrei.

 

 

Natürlich sind nicht alle Werke jederzeit ausgestellt. Platzgründe, brüchige Leinwände und Leihgaben an andere Museen sind Ursachen für wechselnde Ausstellungen, und dies betrifft auch die Highlights. Besucher werden jedoch immer einige bekannte Werke sehen können. Ein wichtiger Aspekt ist, dass die große Sammlung einen hervorragenden Ausgangspunkt für Themen- und Sonderausstellungen bildet. Diese wiederum bieten einzigartige und stets neue Möglichkeiten, sich mit Munchs Kunst zu befassen.

 

Die Nationalgalerie

Die Nationalgalerie war 1891 die erste öffentliche Sammlung, die ein Bild von Edvard Munch, Nacht in Nizza, kaufte. Heute besitzt das Museum eine bedeutende Sammlung mit Gemälden aus Munchs frühen Jahren bis 1920. Das Museum hat einen eigenen Munch-Saal mit Meisterwerken wie Pubertät (1894-95), Asche (1895), Tanz des Lebens (1899) sowie der bekanntesten Version von Der Schrei von 1893.

 

The Munch room at the National Gallery
The Munch room at the National Gallery
Photo: VisitOSLO/Knut Øystein Nerdrum (c)National Museum of art, architecture and design

 

Die Nationalgalerie bietet auch die Möglichkeit, Munchs Kunst im Zusammenhang mit anderen norwegischen Künstlern derselben Zeit zu betrachten. Unter anderem hängen Gemälde von Munchs Mentor Christian Krohg im Nachbarsaal.

Aula der Universität

 Die Aula der Universität befindet sich im Domus Media, einem der Gebäude der Universität Oslo in der Stadtmitte. Die Aula entstand als Anbau 1911 im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Jubiläum der Universität. Der Wettbewerb um die Vergabe des Ausschmückungsauftrags für den neuen Festsaal war turbulent und dauerte lange, aber schließlich erhielt Edvard Munch den Auftrag. Die Arbeit wurde 1916 vor Ort ausgeführt.

Kaum eine andere künstlerische Arbeit beschäftigte Munch so intensiv wie die Ausschmückung der Aula. Damals waren die Gemälde wegen ihres experimentellen, expressionistischen Stils umstritten. Heute sind sie der monumentale Ausdruck für das, was Munch selber als „die großen, ewigen Kräfte“ beschrieb.

 

Werke von Edvard Munch in Oslo: Der Freia-Saal
Werke von Edvard Munch in Oslo: Der Freia-Saal
Photo: VisitOSLO/Tord Baklund

 

Die Aula ist nur in Verbindung mit Veranstaltungen für Publikum geöffnet. Sie ist jedoch ein beliebter Ort für Konzerte, und mit etwas Glück bietet sich durch einen Blick in den Konzertkalender der Aula die Möglichkeit eines Konzerterlebnisses unter den Aula-Gemälden. Das Rundfunkorchester und das Norwegische Kammerorchester gehören zu den Ensembles, die in dem Saal regelmäßig Konzerte geben.

Werke von Munch an anderen Orten in Oslo

 

  • Osloer Rathaus
    Im sogenannten Munch-Raum im Osloer Rathaus können Sie das große Gemälde Leben von Edvard Munch sehen. Dieser Raum ist während der normalen Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.

  • Freia Schokoladenfabrik
    Die Kantine der Freia Schokoladenfabrik ist mit 12 Munch-Gemälden, bekannt unter dem Namen Freia-Fries, ausgeschmückt. Die Werke wurden 1920 von Fabrikbesitzer Johan Throne Holst erworben. Der Raum ist normalerweise nicht für Besucher geöffnet.

 

Derzeitige Ausstellung

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