VisitOSLOs Barometer für Nachhaltigkeit
Wir von VisitOSLO glauben, dass der Tourismus eine enorme Rolle dabei spielen kann, unsere Stadt positiv zu beeinflussen.
Erfahre mehr über die Kriterien für Nachhaltigkeit
Hintergrund
Indem wir die Umwelt schützen, unsere Kultur wertschätzen, unser Erbe pflegen und unsere Geschichte weitergeben, können wir Gemeinden unterstützen, Arbeitsplätze erhalten, lokale Lieferketten stärken, die Infrastruktur verbessern, Gebäude renovieren und die Umwelt schützen. Gleichzeitig erkennen wir voll und ganz an, dass der Tourismus auch negative Auswirkungen auf die Umwelt und von ihm profitierende Menschen haben kann.
Um Besucher*innen von Oslo verantwortungsbewusstes Reisen zu vereinfachen haben wir die „VisitOSLOs Nachhaltigkeitsbarometer“-Kriterien entwickelt. Diese sollen dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, wo sich in Oslo nachhaltig übernachten und etwas erleben lässt. Damit kannst du deinen ökologischen Fußabdruck verringern und mit deinem Besuch in Oslo einen positiven Beitrag leisten, während du deinen Aufenthalt noch schöner gestaltest und somit eine Win-Win-Win-Situation für alle schaffst.
Die Nachhaltigkeitskriterien
Oslo zeichnet sich als eine der weltweit führenden Hauptstädte in Bezug auf zukunftsorientiertes Denken und Nachhaltigkeit ab, darum möchten wir unserer Rolle gerecht werden und diejenigen Tourismusbetriebe vorstellen, die in den folgenden Bereichen besondere Anstrengungen unternommen und sich verpflichtet haben, langfristig an nachhaltigen Maßnahmen zu arbeiten.
Nachhaltigkeit umfasst ein sehr breites Spektrum, weswegen wir für die Tourismusbranche im Speziellen den Begriff des verantwortungsvollen Reisens hervorheben wollen. Um die Informationen so nutzbar, transparent und verständlich wie möglich aufzubereiten, haben wir sie in 4 Abschnitte mit 17 relevanten Unterkategorien unterteilt.
Die vier Bereiche Umwelt, Gesellschaft, Wertschöpfung und Zusammenarbeit fassen die drei Dimensionen von Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zusammen, die unserer Ansicht nach grundlegende Elemente jeder nachhaltigen Entwicklung sind – vor allem im Tourismuskontext.
Jeder der Abschnitte umfasst eine Reihe von Unterkategorien, die mehrere Facetten von Nachhaltigkeitsthemen darstellen. Um in einer der Unterkategorien gelistet oder angezeigt zu werden, müssen Unternehmen ein Mindestmaß erfüllen, das auf insgesamt 80 Indikatoren basiert.
Umwelt
Dieser Abschnitt betrachtet das Engagement von Unternehmen für Klima- und Umweltfragen, wie z.B. Energie, Abfallvermeidung und -management, Lebensmittel, Wasser(verbrauch), klimafreundliches Reisen und natürliche Vielfalt.
Gesellschaft
Dieser Abschnitt widmet sich dem Engagement von Unternehmen für Fragen der sozialen Nachhaltigkeit, wie Gute Arbeitsbedingungen, Fortbildung & Schulung, Gemeinschaftssinn & Empowerment und Barrierefreiheit & Inklusion.
Wertschöpfung
Dieser Abschnitt untersucht das Engagement von Unternehmen für regionale Wertschöpfung, wie Kunst, Kultur & Geschichte, lokale Lieferant*innen und regionale Wertschöpfung, und Einschätzung, Evaluierung & Berichte darüber.
Zusammenarbeit
Dieser Abschnitt behandelt das Thema Kraft der Gemeinschaft und betrachtet Kooperationen mit anderen Unternehmen und Akteur*innen, um positive Effekte für den Klimaschutz zu erzielen.
Wie sammeln und überprüfen wir relevante Informationen?
Die relevanten Informationen für das „VisitOSLO Nachhaltigkeitsbarometer“ werden durch eine umfassende Umfrage gesammelt, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurde. Die Datenerhebung und -zusammenstellung erfolgt durch einen externen Tourismusberater. Alle Angaben basieren auf Eigeneinschätzung der Unternehmen und umfassen 80 Indikatoren innerhalb einer Eigenschaftsgruppe.
Die Umfrage wurde so konzipiert, dass jede Kategorie ein Set aus Fragen enthält, um das Engagement in diesem Bereich zu überprüfen. Wenn das Unternehmen die festgelegten Anforderungen erfüllt, wird sein Bemühen und Engagement präsentiert und es wird gelistet.
Der Prozess basiert auf Vertrauen, und außer bei Fragen, die Zertifizierungen durch Dritte erfordern, werden die Unternehmen nicht aufgefordert, Nachweise für ihre Selbstangaben vorzulegen.
Um sicherzustellen, dass jedes Unternehmen nach denselben Indikatoren bewertet wird, statt nach einer subjektiven Einschätzung seines Nachhaltigkeitszustands, werden die Fragen in aufsteigender Reihenfolge gestellt – von kleinen Maßnahmen bis hin zu umfangreichen Modernisierungen und Investitionen.
Um in einer Kategorie gelistet zu werden, muss jedes einzelne Unternehmen eine vordefinierte Mindestanzahl von Anforderungen pro Kategorie erfüllen. Insgesamt werden in der Umfrage einmal jährlich 80 Fragen gestellt, um die Informationen auf dem neuesten Stand zu halten und Fortschritte abzubilden. Eine detaillierte Beschreibung kannst du weiter unten nachlesen.
Hinweis: Die Nichtqualifizierung für eine Listung bedeutet nicht, dass sich das Unternehmen überhaupt nicht für Nachhaltigkeit einsetzt, jedoch erfüllt es das genannte Kriterium zum Befragungszeitpunkt noch nicht ausreichend und weist noch Verbesserungspotenzial auf.
Umwelt
Der Bereich Umwelt betrachtet das Engagement eines Unternehmens für Klima- und Umweltfragen und umfasst 6 Kategorien mit insgesamt 34 Indikatoren zur Einordnung der Listungen.
Energie: Damit gelistete Unternehmen arbeiten aktiv an einer Reduktion und Optimierung ihres Energieverbrauchs. Die Informationen basieren auf 6 Fragen zu energieeffizienter Beleuchtung, erneuerbarer Energie, Gebäudemanagement, Modernisierungs- und Wartungsarbeiten sowie Erfassung erneuerbarer Energien.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Abfallmanagement: Damit gelistete Unternehmen beschäftigen sich mit Abfallvermeidung und -management. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zu Recyclinganlagen, Abfalltrennungssystemen, Abfallbehältern für Plastikflaschen in öffentlichen Bereichen, nachhaltigen Alternativen zu Einwegprodukten und Verpackung und Entsorgung von Einwegprodukten aus Kunststoff.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Lebensmittel: Damit gelistete Unternehmen haben Maßnahmen für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln ergriffen, wie die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und ein Angebot von Speisen mit geringem CO2-Ausstoß. Die Informationen basieren auf 9 Fragen zu Systemen zur Vorratsverwaltung, Portionsevaluierung, Kompostierung von Lebensmittelabfällen, pflanzlichen Alternativen, Verwendung lokaler/regionaler Zutaten, zertifizierten Bio-Lebensmitteln, Anzeige der CO2-Emissionen je Gericht und Umverteilungsprogrammen überschüssiger Lebensmittel.
7 von 9 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Wasser: Damit gelistete Unternehmen arbeiten aktiv an einem ressourcenschonenden Wasserverbrauch und der Reduktion von Wasserverunreinigung. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zu Technologien, Geräten oder anderen Methoden zur Reduktion des Wasserverbrauchs, Wassernachfüllstationen, Verwendung von minimalbelastenden Reinigungsmitteln, Abwassermanagement und Regenwassernutzung.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Klimafreundliches Reisen: Damit gelistete Unternehmen fördern und erleichtern Lösungen, die klimafreundliches Reisen von Mitarbeiter*innen und Besucher*innen unterstützen. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zu umweltfreundlichen Reisemöglichkeiten, sicherem Fahrradparken, Elektroladestationen für Autos und Fahrräder, Rabatten für öffentliche oder umweltfreundlichere Verkehrsmittel und deren Nutzer*innen, sowie Rentabilitätseinschätzungen für Flugreisen.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Natürliche Vielfalt: Damit gelistete Unternehmen setzen sich aktiv für den Schutz von Grünflächen und natürlicher Vielfalt ein. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zur Nutzung von Grünflächen auf dem Grundstück, Lärm- und Lichtverschmutzung, Bereitstellung von Informationen zum Natur-, Meeres- und Umweltschutz, verantwortungsvollem Verhalten beim Besuch von Naturschutzgebieten sowie Natur- und Nationalparks und Beiträgen zur Bewahrung von Umwelt und Natur durch Mitarbeiter*innen- oder Freiwilligenprogramme.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Gesellschaft
Dieser Abschnitt untersucht das Engagement eines Unternehmens für Fragen der sozialen Nachhaltigkeit und umfasst 4 Kategorien mit insgesamt 19 Indikatoren zur Einordnung der Listungen.
Gute Arbeitsbedingungen: Damit gelistete Unternehmen verfügen über gute Arbeitsbedingungen und effektive Arbeitsschutzmaßnahmen. Die Informationen basieren auf 6 Fragen zu Beschäftigungspolitik, Gesundheit, Sicherheit, Chancengleichheit und Menschenrechten, Evaluierung der Mitarbeiter*innenzufriedenheit, Bereitstellung von gesundheitsfördernden Initiativen für Mitarbeiter*innen und zu über gesetzliche Vorgaben hinausgehenden faireren und besseren Arbeitsbedingungen.
6 von 6 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Fortbildung & Schulungen: Damit gelistete Unternehmen bieten ihren Mitarbeiter*innen Fortbildungen und Schulungen zum Thema Nachhaltigkeit an. Die Informationen basieren auf 3 Fragen zu Möglichkeiten um das Entwicklungs-, Weiterbildungs- und Entfaltungspotential der Mitarbeiter*innen auszuschöpfen und dazu, ob das Unternehmen über ein engagiertes Team an Nachhaltigkeitsbeauftragten verfügt.
3 von 3 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Gemeinschaftssinn & Empowerment: Damit gelistete Unternehmen bieten am Arbeitsplatz Inklusion mit innerbetrieblicher Ausbildung und Karrierechancen. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zum Beitrag zur Verbesserung von Branchenstandards, Gehältern und Arbeitsbedingungen, Arbeits-, Ausbildungs- oder Beschäftigungsmöglichkeiten für schwer in den Arbeitsmarkt einzugliedernde Menschen, Lehrstellen und Ausbildungsprogrammen und zum Beitrag zur Verbesserung und Erhaltung des Wohlbefindens und Lebensqualität in der Gemeinschaft.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Barrierefreiheit & Inklusion: Damit gelistete Unternehmen schenken Barrierefreiheit und Inklusion Beachtung. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zur Zugänglichkeit von Gebäuden, dem Ermöglichen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder besonderen Bedürfnissen, der Einhaltung der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG), dem Gendergleichgewicht und für-alle-zugängliche-Beschäftigungspolitik.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden und nur gültig, wenn die ersten beiden Fragen erfüllt werden.
Wertschöpfung
Dieser Abschnitt untersucht das Engagement eines Unternehmens für Fragen der lokalen Wertschöpfung und umfasst 3 Kategorien mit insgesamt 17 Indikatoren zur Einordnung der Listungen.
Kunst, Kultur & Geschichte: Damit gelistete Unternehmen beschäftigen sich mit Schutz und Förderung lokaler Kunst, Kultur und Geschichte. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zur Bewahrung der Authentizität des Gebäudes, zur Förderung der einzigartigen Geschichte sowie des Erbes und der Kultur unserer Stadt, zur Unterstützung lokaler und sozialer Unternehmen sowie zu Initiativen, um Gäste zu einem längeren Aufenthalt am Reiseziel zu ermutigen.
4 von 4 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Lokale Lieferant*innen und regionale Wertschöpfung: Damit gelistete Unternehmen unterstützen lokale Lieferanten und regionale Wertschöpfung. Die Informationen basieren auf 5 Fragen zur Einkaufspolitik, Bevorzugung lokaler und nachhaltigkeitszertifizierter Lieferant*innen, Kontrolle der Lieferketten, Einsatz lokaler Produkte und Zutaten, Empfehlung regionaler Produkte und Dienstleistungen sowie Evaluierung der lokalen Wertschöpfung.
4 von 5 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Einschätzung, Evaluierung & Berichte: Damit gelistete Unternehmen nehmen laufende Evaluierungen der eigenen Nachhaltigkeitsarbeit vor. Die Informationen basieren auf 7 Fragen zu Nachhaltigkeitsstrategien, Klimabudgets, CO2-Ausgleich zur Reduktion von Emissionen, Zielen zur Reduzierung von CO2-Emissionen, Abfall- und Wassermanagement, Basisevaluierungen und jährlichen Nachhaltigkeitsberichten.
6 von 7 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Zusammenarbeit
Dieser Abschnitt handelt von der Kraft der Gemeinschaft und betrachtet die Kooperationen eines Unternehmens, die positive Wirkung auf Nachhaltigkeit mit sich bringen.
Die Informationen umfassen 10 Fragen, die sich auf die Zusammenarbeit des Unternehmens mit anderen Akteur*innen beziehen, um gemeinsam Einfluss auf Nachhaltigkeitsthemen zu nehmen und positive Veränderungen zu bewirken. Dazu gehören Sponsoring oder Unterstützung einer örtlichen Wohltätigkeitsorganisation oder eines Sportteams, das Ausrichten einer Strandsäuberungs- oder Fundraising-Veranstaltung sowie Freiwilligenprogramme für Mitarbeiter*innen, die Teilnahme an Netzwerkgruppen oder Innovations- und Forschungsprogrammen. Außerdem wird abgefragt, ob das Unternehmen über eine externe Nachhaltigkeitszertifizierung verfügt.
6 von 10 Punkten erforderlich, um gelistet zu werden.
Nimm gerne Kontakt mit uns auf, um mehr zu erfahren.