Bygdøy für Architekturinteressierte
Erlebe norwegische Architekturgeschichte vom Mittelalter bis ins Heute.
Schon auf der Fähre von Aker Brygge lässt du Oslos zeitgenössische Bauten hinter dir und tauchst in die Architekturgeschichte auf der Halbinsel Bygdøy ein. Dein Blick fällt zuerst auf das legendäre Fram Polarschiffmuseum auf Bygdøynes. Bjarne Tøiens Pläne zum Gebäude „Saga“ setzten sich gegen 60 weitere Einreichungen durch, so dass das Gebäude 1936 eröffnet wurde.
Direkt dahinter wartet das Norwegische Seefahrtsmuseum auf deine neugierigen Augen und seine Architekten Eliassen & Lambertz-Nilssen sind bestimmt gespannt, wie du ihre Vision findest. Das Gebäude wurde für seine Backsteinarchitektur mit zwei renommierten Preisen ausgezeichnet.
Spannende Kriegsdetails
Als nächste Station schlagen wir dir die Villa Grande vor, Norwegens größte Villa aus dunklen Jahrzehnten Europas. Heute befindet sich dort das Holocaustzentrum (HL-senteret). Sam Eyde begann 1917 seine Arbeit am Hauptgebäude, das erst 1941 fertiggestellt wurde. 2021 wurde der von Transborder Studio entworfene MINO-Zubau eröffnet. Beim Übergang vom denkmalgeschützten Gebäude zum Neubau buddelte der Architekt sich durch Vidkun Quislings Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
Du kannst deine Architek-Tour auf Bygdøy beliebig lang gestalten und gerne auf mehrere Runden aufteilen. Im Norwegischen Freilichtmuseum erwarten dich unter anderem 160 historische Gebäude, darunter eine Stabkirche aus dem 13. Jahrhundert.
Das neugotische Sommerschloss Oscarshall ist auch einen Besuch wert. Das Schloss wurde 1852 fertiggestellt und war der erste Ort in Norwegen, der als zeitgenössisches Museum für norwegische Kunst errichtet wurde. Zeitgenössische norwegische Künstler wie Adolph Tidemand, Hans Gude, Joachim Frich, Hans Michelsen und Christopher Borch haben zur Ausgestaltung der Räume beigetragen.