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Geschichte des Holmenkollen

Der Holmenkollen mit seiner mehr als 100-jährigen Geschichte ist tief im norwegischen Skisport verwurzelt.

Veröffentlicht : 03.01.2017
Zuletzt aktualisiert : 22.01.2026

Seit Ende des 19. Jahrhunderts locken Holmenkollen und Umgebung jeden Winter große Mengen norwegischer Ski-Enthusiasten an. Skisport wie Langlauf, Alpin oder Skispringen ist in Norwegen äußerst beliebt, was zu einer rasanten Entwicklung der Holmenkollen Ski Arena geführt hat. Heute ist diese Arena der regelmäßige Austragungsort einiger der weltberühmtesten Skisportveranstaltungen, einschließlich des Holmenkollen Skifestivals, das scherzhaft auch als „Norwegens zweiter Nationalfeiertag“ bezeichnet wird.

 

 

1892-1931: Bescheidene Anfänge

 

Der allererste Skisprung-Wettbewerb am Holmenkollen fand 1892 vor einer Menge von 12.000 Zuschauern statt. Die Zuschauer konnten am ersten Tag den 18 km Langlauf-Wettbewerb sehen und am zweiten Tag einen Sprungwettbewerb mit einem Siegessprung von 21,5 Metern. Ein guter Skisportler musste in beiden Disziplinen gut sein.


Die ersten Jahre war die Schanze einfach ein natürlicher Hügel mit einem Schanzentisch aus Schnee und Zweigen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Sport immer beliebter, und der Anlauf wurde allmählich mit hölzernen Gerüsten höher gebaut, damit die Springer noch weiter springen konnten.

 

 

1950-1984: Olympische Winterspiele, Weltmeisterschaften und Skispringerinnen

 

Als Oslo 1952 den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele erhielt, wurde die Arena mit einem höheren Turm aufgerüstet, zu dem auch ein Aufzug für die Sportler gehörte. Unter dem Schanzentisch entstanden Räumlichkeiten für das Skimuseum, und der Teich am Fuß des Hügels wurde ausgebaggert, um größere Sprungweiten zu erreichen. Erstmals wurden feste Zuschauertribünen sowie besondere Tribünen für die Sprungrichter und die norwegische königliche Familie gebaut. In jenem Jahr kamen zu den olympischen Skisprungwettbewerben 120.000 und 150.000 Zuschauer, ein Rekord, der bis heute besteht.


Bei den Weltmeisterschaften 1966 und 1982 hatte die Holmenkollen Skisprungschanze bereits ihr charakteristisches architektonisches Profil, das sie zu einer berühmten Landmarke gemacht hat. In dieser Zeit durften allmählich auch Frauen die Skisprungschanze benutzen, allerdings durften sie noch nicht an Wettbewerben teilnehmen. Anita Wold war 1974 die erste Frau, die am Holmenkollen sprang, als sie in jenem Jahr als Vorspringerin das Skifestival eröffnete.

 

 

2011: Der neue Holmenkollen

 

Im Rahmen der Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft 2011 gab es eine Architektenausschreibung, um den besten Entwurf für eine technisch hochmoderne Skisprung-Arena zu finden. JDS Architects gewannen die Ausschreibung mit einem modernen neuen Design, durch welches das berühmte Holmenkollenprofil und somit auch der Status als bekanntes Wahrzeichen erhalten blieben. Zu diesem neuen Design gehören zwei „Arme“ auf beiden Seiten der Schanze, die als Windschutz für die Sportler dienen und Platz für die Sprungrichterkabinen sowie eine Zuschauerloge für die königliche Familie bieten.

 

Der neue Holmenkollen ist das Ergebnis mehrerer größerer Erweiterungsarbeiten im Laufe der Jahre, mithilfe derer sich der Sport seit 1892, als die ersten Sprünge 20 Meter betrugen, bis zur heutigen modernen Arena, in der die Springer die 140-Meter-Marke überspringen, weiterentwickelt hat.

Aktivitäten am Holmenkollen