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Norwegische Weihnachtstraditionen

Die norwegischen Weihnachtstraditionen haben ihren Ursprung in der abendländisch, christlichen Tradition des Weihnachtsfestes, dem jüdischen Chanukka-Fest und dem altnordischen Julfest.

Veröffentlicht : 23.11.2011
Zuletzt aktualisiert : 22.01.2026

Vorweihnachtszeit in Oslo 

Von Ende November bis Ende Dezember erstrahlt die Stadt in weihnachtlichem Glanz. Die Weihnachtseinkäufe und die Vorbereitungen zum Fest sind dann in vollem Gange. Am ersten Adventswochenende wird der Weihnachtsbaum am Universitätsplatz feierlich entzündet und die Festbeleuchtung in den Straßen angeknipst. Im Advent kann man Weihnachtskonzerte und Weihnachtsmärkte besuchen.

 In der Vorweihnachtszeit organisieren viele Firmen Weihnachtsfeiern für ihre Angestellten und die Restaurants und Cafés sind daher gut besucht. Zu den Weihnachtsfeiern werden traditionelle Weihnachtsgerichte serviert.

"Kleiner" Weihnachtsabend, 23. Dezember

In den allermeisten Familien wird an diesem Abend der Weihnachtsbaum aufgeputzt und Lebkuchen gebacken. Zu einem richtigen Vorweihnachtsabend gehört es auch, den beliebten Sahnebrei (risengrynsgrøt) mit Zucker, Zimt und etwas Butter zu essen. Im Brei wird eine Mandel versteckt und wer die Mandel findet, gewinnt ein Marzipanschweinchen!

Heiliger Abend, 24. Dezember  

Der Weihnachtsabend ist der Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Vormittags werden oft noch schnell die letzten Geschenke eingekauft oder man besucht die Kirche, um ein wenig Ruhe in der oft so hektischen Weihnachtszeit zu erhaschen. Um 17 Uhr wird der Heilige Abend eingeläutet und die meisten Norweger essen das Weihnachtsmahl zu Hause mit ihrer Familie. Die Geschenke werden unter den Weihnachtsbaum gelegt und im Laufe des Abends ausgepackt.

Natürlich feiern nicht alle in Norwegen Weihnachten, aber die meisten NorwegerInnen folgen diesen Traditionen auf ihre eigene Art. Da der Heilige Abend vorwiegend zu Hause stattfindet, sind die meisten Restaurants und Bars am Weihnachtsabend geschlossen. In den Straßen ist es daher still. Öffentliche Weihnachtspartys sind schwer zu finden.   

25.-30. Dezember

Zwischen Weihnachten und Silvester trifft man die Verwandten zu weiteren Weihnachtsessen und gemütlichen Abenden im familiären Kreis. Ab dem 26.12. sind auch wieder mehr Menschen in der Stadt unterwegs, und man trifft sich mit FreundInnen in Cafés und Bars. Am 27.12. sind auch die Geschäfte wieder geöffnet und das eine oder andere Geschenk wird umgetauscht.

Essen, Getränke und Weihnachtssüßigkeiten

Das beliebteste Weihnachtsessen ist der Krustenbraten (svineribbe), aber auch Laugenfisch (lutefisk) und Dörrfleich (pinnekjøtt), Dorsch, Schweinesteak und Pute werden zu Weihnachten gereicht. Die meisten Restaurants servieren Weihnachtsessen in den Monaten November und Dezember. Dazu wird oft ein Weihnachtsbier angeboten, das etwas dunkler und malziger schmeckt als ein normales Pils. Weihnachtsbier bekommt man ab November in allen Supermärkten. 

Sahnebrei (risengrynsgrøt) hat eine lange Tradition und ist das Gericht, dass der Weihnachtswichtel (julenisse) im Stall serviert bekommt. Auf dem Land stellt man noch heute eine Schüssel mit Sahnebrei in den Stall, um den Wichtel milde zu stimmen, damit er den Kindern viele Geschenke bringt. 


Im Advent wird viel gløgg getrunken. Gløgg ist ein warmes Getränk, das mit dem deutschen Glühwein verwandt ist. Gløgg beinhaltet meist etwas Rotwein, kann aber auch als nicht-alkoholisches Getränk auf allen Weihnachtsmärkten in Oslo gekauft werden. Dazu empfiehlt es sich, ein Stück Lebkuchen (pepperkake) zu naschen. Dieser wird in der Weihnachtszeit in großen Mengen verspeist und viele Eltern backen mit ihren Kindern zu Hause. In vielen Familien wird auch ein Lebkuchenhaus gebastelt, das erst als Dekoration dient und später gegessen wird. 


Auch in Norwegen ist die Weihnachtszeit die Hochsaison für Süßigkeiten und Naschereien. Dazu gehört u.a. Marzipan. Laut dem norwegischen Süßigkeitenproduzent Nidar werden in der Weihnachtszeit 40 Mio. Marzipanfiguren von den fünf Mio. NorwegerInnen verspeist. Aber auch Schokolade und Nüsse sind in vielen Weihnachtsstuben zu finden. Gebrannte Mandeln und kandierte Äpfel kann man auf den Weihnachtsmärkten kaufen.

Weihnachtsdekoration

In der Adventszeit wird das Haus mit Wichteln, Engeln, Herzen, Zapfen, Sternen, einer Weihnachtskrippe oder einem Lebkuchenhaus geschmückt. Auch vor dem Haus werden Bäume und Sträucher mit Lichterketten aufgeputzt. Den Weihnachtsbaum dekoriert man mit Kugeln, Figuren und einem Stern als Spitze. Den traditionellen norwegischen Weihnachtsschmuck kann man in vielen Geschäften und auf den Weihnachtsmärkten kaufen.

Öffnungszeiten im Advent und um Weihnachten

 

 

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