Andreas
Hast du dich schonmal gefragt, wer die mehr als 2000 km Langlaufloipen in den Wäldern von Oslo präpariert? Tja, wir stellen dir hiermit Andreas vor, der einer von ihnen ist! Dadurch eignet er sich natürlich prächtig dafür, uns die besten Ski- und Langlauforte Oslos zu nennen.
Drinnen wirst du Andreas wohl selten antreffen, denn in der kalten Jahreszeit sitzt er am Steuer seiner „løypemaskin“, die bei uns Loipenfräse oder Loipenspurgerät heißt und nicht nur eine schneeglättende Pistenraupe, sondern auch eine Spurrillen-Formerin ist.
Nachdem er die Loipen präpariert hat, steigt er am liebsten selbst auf die Langlauf-Ski und hat darum viele Tipps für Langlauf und Winterwandern in der Nordmarka parat, Oslos nördlichem Naherholungswald.
Was gefällt dir am besten an Oslo?
Oslo ist die tollste Hauptstadt der Welt, wenn es um Outdoor-Aktivitäten geht, und das zu jeder Jahreszeit. Im Sommer bietet sich vielerorts Zugang zu Meer, Wanderungen und Radtouren. Im Winter lockt immer viel Schnee auf Langlaufloipen und Alpin-Pisten.
Wo kommst du zur Ruhe?
Dafür nutze ich das ganze Jahr über den Wald. Ich kann mich glücklich schätzen, dass mein Job mir dabei hilft, meine Winterhobbies zu pflegen. Aber auch ohne Ski an den Füßen schenkt mir Nordmarka innere Kraft und Freude.
Wohin zieht es dich, wenn du Nervenkitzel und Lebendigkeit spüren willst?
Im Sommer bin ich viel auf dem Oslofjord unterwegs und fahre mit dem Fahrrad oder laufe in den Wäldern in Nordmarka. In einer lauen Sommernacht mit dem Fahrrad zu einem kleinen Waldsee zu fahren und dort zu schwimmen – mehr Genuss gibt es für mich gar nicht. Im Winter verbringe ich viel Zeit in den Skigebieten rund um Oslo und genieße das Skifahren auf den vielen alpinen Pisten, die von Oslo aus erreichbar sind.
Lieblingsmuseum?
Ich finde das Nationalmuseum ziemlich faszinierend, da ich anfangs nicht dachte, dass mir der Besuch eines Kunstmuseums gefallen würde. Das Nationalmuseum bietet jedoch so viel mehr als nur Kunst: Es ist und zeigt auch Architektur, Innenarchitektur und Geschichte. Mir gefällt es sehr zu sehen, wie Architekt*innen in der Vergangenheit gearbeitet haben, nämlich mit physischen Modellen. Ich glaube, das macht mehr Eindruck als digitale 3-D-Modelle. Ich mag auch industrielle Architektur und Design, darum war ich besonders fasziniert von der 80er-Jahre-Ausstellung im Nationalmuseum, in der man unter anderem etwas über die Geschichte des Kunststoffs erfährt.
Wie verbringst du einen perfekten Sonntag in Oslo?
Es gibt nichts Besseres als an einem sonnigen Wintertag in den Wald zu fahren, da darf natürlich die Einkehr in einer der vielen Hütten namens „Markastue“ nicht fehlen. Im Sommer mache ich eine Radtour mit einer Badepause irgendwo am Weg.
Beste Aussichtspunkte
Im Winter gibt es zahlreiche Skiloipen, die zu spektakulären Aussichten führen, jedoch aufgrund ihrer Länge nur für erfahrene Langläufer*innen geeignet sind. Vom Sørkedalen aus werden so Aussichtspunkte wie Heikampen, Oppkuven und Tjæregrashøgda erreicht.