Martin
Triff den Profi-Ruderer und Apnoetaucher Martin, der das Meer liebt wie kaum ein anderer. Entdecke mit ihm seine Lieblingsplätze in Oslo und lass dir ein paar Geheimtipps rund um den Oslofjord zeigen!
Was gefällt dir am besten an Oslo?
– Ich glaube, das Beste an Oslo sind seine Bewohner*innen. Wenn ich andere Menschen treffe und ihre spannenden Geschichten höre, ihre anderen Perspektive kennenlerne, kann ich jeden Tag etwas Neues dazulernen – über die Welt und über mich selbst.
Martin fühlt sich am wohlsten im und am Meer. Er pflegt es, indem er Gruppen zusammentrommelt, denen Nachhaltigkeit ebenso am Herzen liegt wie ihm, und taucht mit ihnen ab, um Müll zu sammeln. Außerdem leitet er Apnoe-Tauchkurse beim Oslo Fridykkerklubb und Frivannsliv.
Wohin zieht es dich, wenn du Nervenkitzel und Lebendigkeit spüren willst?
– Als Profi-Ruderer erlebe ich ständig ein gewisses Maß an positiver Aufregung. Ich verbringe viel Zeit auf dem Wasser, nehme an Rennen teil und verfolge meine olympischen Träume. Für mich ist es wichtig, ein klares Ziel zu haben, mit dem ich jeden Tag aufwache und einschlafe.
Lass dich von Martin durch sein Oslo führen
Hast du eine Restaurantempfehlung?
– Ja, im Restaurant REST wurden [Anmerkung der Redaktion: Rest musste leider inzwischen schließen.] kreative Gerichte aus Lebensmitteln zubereitet, die man sonst weggeworfen hätte. Ein notwendiges und interessantes Konzept, wie ich finde.
Lebensmittelverschwendung wird zu einem immer größeren Problem und ich selbst gehe manchmal Mülltauchen und sehe, dass extrem viele Lebensmittelabfälle noch genießbar wären. Mir gefällt die Herausforderung, aus den dort geretteten Lebensmitteln leckere Gerichte zu kochen.
Was ist dein Lieblingsmuseum?
– Ich interessiere mich sehr für alles, was mit dem Meer zu tun hat. Mein Cleanup-Projekt wurde Teil einer Ausstellung im Norwegischen Seefahrtsmuseum, weswegen ich das Glück hatte, dort viel Zeit verbringen zu dürfen. Norwegen pflegt eine interessante Beziehung zum Meer, die das Museum auf faszinierende Weise vermittelt. Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall.
Wo kann man am besten schwimmen?
– Es gibt mehrere Orte in Oslo, an denen ich gerne ins Wasser gehe. Zum Apnoetauchen bevorzuge ich den See Lutvann, dessen Wasser klar und Promenade oft spärlich besucht ist.
Wenn ich nur kurz allein schwimmen möchte, gehe ich gerne zum Bestemorstranda, weil es dort nicht so überfüllt ist wie im Stadtzentrum.
Wie kommst du im Zentrum am liebsten von A nach B?
– Im Stadtzentrum fahre ich das ganze Jahr über mit dem Fahrrad. Im Winter benutze ich mein Stahlrad, weil ihm die salzgestreuten Straßen nichts ausmachen. Ansonsten radle ich mit einem Karbonrad, das ich im Frühling, Sommer und Herbst nutze.
Für über 20 Kilometer lange Strecken bevorzuge ich ein elektrisches Moped, das mich schnell, effizient und umweltfreundlich an mein Ziel bringt.
Mehr von Martins Oslo-Favoriten
Beste Pizza?
Pizza mit Heilbutt drauf – im Teatro.
Wo kann man in Oslo am besten joggen oder laufen?
Im Waldgebiet Østmarka, denn dort muss man nicht weit laufen, um den Wald ganz für sich allein zu haben, und es gibt eine gefühlt endlose Auswahl an Wanderwegen.
Bevorzugte Jahreszeit?
Eindeutig Sommer. Es ist so viel angenehmer, beim Sport nur eine dünne Kleidungsschicht anhaben zu müssen. Außerdem gibt es mehr Outdoor-Aktivitäten und der Fjord wirkt einladender.
Der beste Ort zum Wandern?
Ich wandere gerne in den weniger überlaufenen Gebieten wie auf den Inseln Ormøya und Malmøya. In der Nähe der Stadt, ruhig und natürlich und ja – von Wasser umgeben zu sein, ist hier ein extra Pluspunkt.