Oslo – die Kunsthauptstadt
Auf der Suche nach einzigartigen Begegnungen mit Kunst? Dann ist Oslo dein nächstes Ziel!
In der lebendigen Innenstadt hast du es nie weit zu einem Museum oder einer Galerie, wo du Raum für Gedanken und Inspiration findest.
Die Schwerpunkte wechseln ständig, denn selbst wenn die größeren Kunstmuseen Dauerausstellungen bieten, wartet die nächste Eröffnung einer brandneuen Wechselausstellung gleich um die Ecke. Erwarte das Unerwartete!
Edvard Munch
Die erste Assoziation mit norwegischer Kunst ist häufig der große Name Edvard Munch (1863-1944), der heutzutage als einer der bedeutendsten Maler der Moderne gilt. Er experimentierte ständig mit Medien wie Malerei, Druckgrafik, Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Film.
Sein Einfluss auf die internationale Kunstcommunity allein ist schon Grund genug, um Oslo zu besuchen, schließlich handelt es sich hier um die Stadt, in der er lange Zeit lebte.
Ein Museum, das Munchs Großartigkeit würdig ist
Im Jahr 2021 wurde MUNCH, ein ganzes Museum, das seinem Leben und Schaffen gewidmet ist eröffnet. Im an sich schon sehenswerten Gebäude direkt am Fjord in der Nachbarschaft Bjørvika werden einige seiner spektakulärsten Kunstwerke wie The Scream (1893) und Madonna (1894) ausgestellt.
Beim Betreten des Neubaus und am Weg zum Ticketschalter kann der Eindruck entstehen, sich in ein Einkaufszentrum verirrt zu haben. Könnte diese Assoziation den Urbanismus und die Modernisierung von Munchs damaliger Lebensrealität widerspiegeln?
In den Ausstellungsräumen verschwindet das Kaufhausgefühl jedoch rasch, um der bildnerischen Auseinandersetzung mit dem zu weichen, was zu Munchs Lebzeiten modern war und die Gesellschaft damals beschäftigte.
In MUNCH warten auch Wechselausstellungen mit zeitgenössischer Kunst von etablierten Künstler*innen sowie Newcomer*innen auf dich, die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellen.
Wusstest du schon…?
Eine Aussichtsplattform in der Nähe des Ekebergparken Skulpturenpark inspirierte Munch zu seinem berühmten Bild „Der Schrei“.
Munch voll und ganz erleben
Ergänze dein Munch-Erlebnis nach dem Museumsbesuch durch Eindrücke in seinem Atelier in Ekely, wo er auch im Freien arbeitete. Das dazugehörige Indoor-Winteratelier wird von einer Stiftung betrieben und auch heute noch von Künstler*innen genutzt, weshalb du mit eingeschränkten Öffnungszeiten rechnen musst.
Pushwagners sozialer Kommentar
Terje Brofos (1940-2018), besser bekannt als Hariton Pushwagner, war ein weiterer berühmter Künstler aus Oslo, der mit seiner Kunst Gesellschaftsphänomene kommentierte.
Seine Kunst zählt zur Pop-Art und steht in Verbindung mit Comics, Produktmotiven und anderen grafischen Elementen. In vielen seiner Werke (z. B. „Soft City“, 2008) nahm er eine satirische Haltung gegenüber Kapitalismus in modernen Städten ein. Von Oslos Urbanität umgeben, lässt uns seine Kunst noch anschaulicher darüber nachdenken, wie sich Modernisierung tatsächlich auf uns auswirkt.
Viele seiner Motive beinhalten klare Linien und leuchtende Farben, sowie bildhafte Elemente. Auch Munch nahm in einigen seiner Werke auf die Gesellschaft Bezug und verwendete oft starke Konturen und Farben, trotzdem unterscheiden sich seine Kunstwerke im Stil und in der Wahl der Motive deutlich von denen Pushwagners.
Pushwagner war im Gegensatz zu Munch ein Künstler unserer Zeit. Vier Jahre vor Munchs Tod geboren, verstarb er erst 2018. Seine Kunst zeigt, wie sich die moderne Gesellschaft weiterentwickelt hat und greift Themen wie das Leben im Wohnblock, den kapitalistischen Arbeitssektor und schrumpfenden Individualismus auf. In den meisten Werken von Pushwagner sieht jedes Individuum gleich aus und alle folgen den gesellschaftlichen Normen.
Von der Antike bis zu Königin Mauds Kleidung
Aufgrund seiner Prominenz in der norwegischen Kunstgeschichte ist Munch natürlich nicht nur im nach ihm benannten MUNCH vertreten. Viele seiner Werke sind auch im Nationalmuseum, zu finden, Norwegens – und Skandinaviens – größter Kunstsammlung.
Das mit Schieferwänden umrahmte Museum beherbergt sowohl ältere als auch modernere Kunst, sowie zeitgenössische Werke und Designexponate.
Auf der Reise von der Antike bis heute erlebst du auf jeden Fall ein bisschen von allem. Die drei Etagen enthalten von Nachbildungen griechischer antiker Skulpturen und mittelalterlicher Kunst über moderne Kunst bis hin zu den Kleidern von Königin Maud.
Maud – die Königin Norwegens und des guten Geschmacks
Als ehemalige britische Prinzessin wurde Maud (1869-1938) 1905 zur Königin Norwegens, als die Union mit Schweden aufgelöst wurde. Die Sammlung des Nationalmuseums enthält mehrere Kleidungsstücke von Königin Maud, die ihren exquisiten Stil und ihre Taille von nur 46 cm zeigen. Diese Exponate stechen wirklich hervor und sind ein wichtiger Teil der Modegeschichte und norwegischen Kulturhistorie.
Schätze des Nationalmuseums
Neben Munch präsentiert das Nationalmuseum unzählige weitere bedeutende norwegische Künstler*innen, darunter Werke von der Nationalromantik zugeordneten Malern wie Norwegens berühmtestem Volksmaler Adolph Tidemand (1814-1876) und dem aus Oslo stammenden Landschaftsmaler Hans Gude (1825-1903). „Der Brautzug auf dem Hardangerfjord“ (1848, Brudeferd i Hardanger) gilt als Kultwerk der norwegischen Kunst und typisch für die Nationalromantik, da sowohl Brauchtum als auch Natur portraitiert werden.
Märchen im Museum
Die norwegische Natur und Kultur inspirierten unter anderem auch den norwegischen Geschichtenillustrator Theodor Kittelsen (1857-1914). „Der Wassergeist“ (1904), „Der Waldtroll“ (1906) und „Der Schwarze Tod“ (1894-1896) zählen zu seinen herausragendsten Kunstwerken. Der mystische Aspekt der Figuren und der von Märchen, Geschichten, Magie und Natur inspirierten Umgebung machen seine Bilder einzigartig und lassen uns Fortsetzung und Ende der darin erzählten Geschichtenmotive imaginieren.
Das Nationalmuseum widmet Märchen einen eigenen Raum, denn sie gelten als wichtiger Teil des norwegischen Kulturerbes. Ausgestellt werden Werke von Kittelsen und anderen Künstler*innen, die bei der Illustration norwegischer Märchen eine Rolle spielten.
Natur und Menschgemachtes
Konzentrieren wir uns wieder auf zeitgenössische und gesellschaftskritische Kunst, für die das Astrup Fearnley Museum eine wesentliche Rolle in Oslos Kunstszene spielt.
Astrup Fearnley – Zeitgenössische Kunst mit Aussicht
Die hier präsentierten Ausstellungen stellen durch zeitgenössische Kunst Verbindungen zur älteren Kunstgeschichte her, denn mehrere der bisherigen Ausstellungen boten neue Interpretationen alter Kunstwerke an, die in Norwegen Kultstatus genießen.
Das Museum besteht aus zwei Gebäuden, die nur wenige Meter voneinander entfernt sind. Das eine Gebäude präsentiert wechselnde Ausstellungen mit einer Auswahl aus der Sammlung Astrup Fearnley, während im anderen Haus neuere Werke internationaler Künstler*innen aus aller Welt zu erleben sind.
Dieses Museum gilt nicht nur als der perfekte Ort, um in zeitgenössische Kunst einzutauchen, sondern wartet auch mit einem eigenen Raum auf, in dem ein atemberaubender Blick über den Oslofjord ermöglicht wird. Hier wird der Anspruch spürbar, die Kunst dem Leben außerhalb der Museumsmauern anzunähern und sie als Prozess der Gesellschaft, in der wir leben, zu unterstreichen. Die Vermittlung dieser engen Verbindung zwischen Kunst, Natur und Menschgemachtem gelingt – und das, obwohl es kein Freilichtmuseum ist.
Kistefos – Von der Papiermühle zum Kunsterlebnis
Wenn das Astrup Fearnley Museum schon Natur und Menschgemachtes verbindet, bereite dich in der einen Autostunde von Oslo auf ein weiteres Kunsterlebnis vor, das noch weiter geht. Dieser Hybrid aus Natur, Kunst und Urbanität wird großartig im Kistefos Museum gezeigt.
1996 verwandelte Christen Sveaas die Zellstofffabrik seines Großvaters von 1889 in ein Museum. Die früher zur Papierherstellung verwendeten originalen Fabriksmaschinen sind weiterhin ausgestellt.
Außerdem befindet sich die berühmte Galerie „The Twist“ in Kistefos, die sowohl als Brücke über den Fluss Randselva als auch als Kunstwerk fungiert und von innen und außen sehenswert ist.
Rund um diese Attraktionen will der Skulpturenpark mit zeitgenössischen Skulpturen, darunter denen von Künstler*innen wie Marc Quinn und Fernando Botero, von dir erkundet werden.
Moderne Architektur und Skulpturen treffen hier auf Industrieanlagen und verbinden das Moderne und Menschengemachte mit der wilden und unbändigen Natur, die sie umgibt.
Lerne Kunstschaffende kennen, die in Oslo geboren wurden.
Christian Krohg (1852-1925), dessen Sohn Per Krohg ebenfalls ein berühmter Künstler wurde, kam in Oslo zur Welt und vertrat den Naturalismus.
Christian Krohg machte in mehreren seiner Arbeiten Ereignisse des täglichen Lebens zum Motiv und stellte diese auch teilweise in gesellschaftskritischem Licht dar.
Er verarbeitete dadurch für ihn als unangenehm empfundene Ereignisse, wie in seinem Werk „Albertine im Wartezimmer des Polizeiarztes“ (1885-1887), in dem es um Sexarbeiter*innen der damaligen Zeit geht, die vor der Ordination eines Mediziners Schlange stehen. Dieses Gemälde ist mit einigen anderen im Nationalmuseum ausgestellt.
Harald Sohlberg (1869-1935) war ein neuromantischer Maler, der der Gegenströmung zum Naturalismus des 19. Jahrhunderts folgte und sich auf das Innere und Gefühle konzentrierte.
Seine Kompositionen und die Art, wie er Farben einsetzte, erzeugen ein übersinnliches Gefühl, das an den Symbolismus erinnert.
Sein bekanntestes Kunstwerk „Winternacht in den Bergen“ (1914), ist ebenfalls im Nationalmuseum ausgestellt und zeigt mit seiner ruhigen, blauen Atmosphäre mit schneebedeckten Bergen, ohne menschliche Gestalten in Sicht, das Motiv eines Skiausfluges, den Sohlberg selbst im norwegischen Rondane unternahm.
Per Barclay (1955- ) ist ein zeitgenössischer Künstler, der vor allem für seine Fotografien bekannt ist.
Zu den Motiven zählen oft Innenräume, in denen der Boden mit Öl bedeckt ist, sodass alles Darüberliegende gespiegelt wird. Weiters gehören zu seinem Schaffen Kunstinstallationen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Eine seiner Installationen befindet sich im Henie Onstad Art Center. Ein nicht betretbares Glashaus, in dessen Innerem man Lichtstrukturen sieht, die nachts die Perspektive ändern und den Betrachtenden ein Gefühl der Unendlichkeit vermitteln.
Ein Kontrast zum „weißen Würfel“
Die Galleri Fineart in der Nachbarschaft Tjuvholmen ist eine Galerie, der es immer wieder gelingt, ihre Einzigartigkeit durch ihre originellen Ausstellungen unter Beweis zu stellen.
Diese kommerzielle Galerie ist Norwegens größte mit zeitgenössischer Kunst aus dem In- und Ausland. Ihre Ausstellungen wechseln alle paar Wochen, wobei die zahlreichen Räume mit den spannendsten Kurationsmöglichkeiten genutzt werden.
Hier handelt es sich keinesfalls um eine „White Cube“-Galerie, denn die Kunstwerke und der Ort verschmelzen zu einer Einheit. Die lebendigen Ausstellungsräume strotzen vor Druckgrafik, Fotografie, Originalen in Öl und Acryl, Zeichnungen, Kunsthandwerk, Skulpturen, Schmuck oder Büchern.
Leben und Tod im Mausoleum
Der nicht so berühmte Bruder des Bildhauers Gustav Vigeland, Emanuel Vigeland (1875-1948), zeichnet verantwortlich für einen der verborgenen Schätze Oslos: Das Emanuel Vigeland Museum.
Das Museum ist Emanuels eigenes Mausoleum und besteht aus einem Raum mit Tonnengewölbe, gedämpfter Beleuchtung und Fresken, die Wände und Decke bedecken. Gib Acht, wenn du den Raum betrittst, denn deine Augen müssen sich erst an die Dunkelheit gewöhnen.
Und Gustav?
Sei beruhigt, natürlich haben wir unsere berühmten Skulpturen nicht vergessen! Oslos Kunstszene umfasst auch unzählige bildhauerische Darstellungen, sowohl freistehend als auch in Skulpturenparks. Eine der beliebtesten Attraktionen Oslos ist der Vigeland-Skulpturenpark, in dem mehr als 200 kleine und große Bildhauereien von Gustav Vigeland auf dich warten.
Wo man Skulpturen sehen kann
Bis du die Motive klar erkennen kannst, lass die Umgebung mit deinen anderen Sinnen auf dich wirken. Lausche dem Geräusch deiner Schuhe, denn sie erzeugen auch bei kleinen Bewegungen ein Echo, das den Raum endlos erscheinen lässt.
Betrachtest du das Freskogemälde „VITA“ – „Leben“, entdeckst du dramatische Szenen, die das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum Tod darstellen. Die Architektur und dieses Fresko wachsen in diesem Mausoleum so eng zusammen, dass es sich so anfühlt, als seist du Teil des Kunstwerks.
Fresken und zeitgenössische Kunst
Sollte das Mausoleum dich neugierig auf mehr von Emanuels Kunst gemacht haben, schlagen wir die Nationalbibliothek als nächsten Stopp auf deiner Route vor. Im Foyer und Treppenhaus des Gebäudes entdeckst du Fresken von Emanuel sowie Axel Revold (1887-1962) und Per Krogh (1889-1965). Einige weitere Werke Per Krohgs sind im Art-Deco-Hotel Sommerro und an der Decke des Kunstnernes Hus zu finden. Beide Locations befinden sich in der Nähe des Königsschlosses.
Der Kunst ein Haus
Beim Kunstnernes Hus (wörtlich „Haus der Künstler*innen“) handelt es sich um ein klassizistisches und funktionalistisches Gebäude aus dem Jahr 1930, das innen von einem Deckengemälde von Per Krohg über der Treppe zu den Ausstellungsräumen geziert wird. Hier wird internationale und norwegische zeitgenössische Kunst präsentiert.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1930 stellte das Kunstnernes Hus unter anderem Picasso, Andy Warhol, palästinensische Kunst, Cindy Sherman, Tino Sehgal und viele weitere aus.
Jährlich gegen Sommerende bietet sich dem Publikum die Möglichkeit, die aktuelle Høstutstillingen (Dt.: Herbstausstellung) zu besuchen. Die dort ausgestellten Kunstwerke werden auf Grundlage freier Einreichungen juriert, weswegen die Anzahl an präsentierten Künstler*innen recht hoch ist. Diese Fülle an Ausdrucksformen und Medien gestaltet die Høstutstillingen unvorhersehbar und spannend.
Eine Kunstsammlung, die einem Star würdig ist
Das Henie Onstad Kunstsenter, gegründet von der weltberühmten Eiskunstläuferin Sonja Henie und ihrem Reeder-Ehemann Niels Onstad, verbindet Kunst und Architektur auf eine interessante Art und Weise. Eine 15-minütige Autofahrt von Oslo entfernt, bietet diese Sammlung moderne und zeitgenössische Kunst.
Das Kunsterlebnis beginnt bei Henie Onstad schon ganz klar vor dem Betreten des Gebäudes, doch auch in den Wechselausstellungen lässt sich viel entdecken, das sich in Stil und Medium unterscheidet. Drei Ausstellungen sind dauerhaft zu sehen:
- Ein Raum mit dem Werk „Hymn of Life“ der bekannten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama.
- Die Sammlungsausstellung mit Schwerpunkt auf Kurt Schwitters und der Avantgarde.
- Der Sonja-Henie-Raum.
Urbane Street Art
Manche mögen denken, Kunst gehöre in prunkvolle Innenräume. Oslo beweist jedoch, dass versteckte Outdoor-Juwelen genauso bereichernd sein können. Natürlich warten viele Skulpturen auf dich, sowohl innerhalb als auch außerhalb dafür vorgesehener Parks. Die versteckten Schätze, von denen wir sprechen, verschmelzen mit der Stadt und wurden von Menschen geschaffen, die lange Zeit nicht als Künstler*innen angesehen wurden.
Eine neuartige Leinwand – die Fassade eines Gebäudes – schenkt Platz für Street Art. Heutzutage bevorzugen Straßenkünstler*innen andere Medien als Skulpturen, was es umso spannender macht, ihre originellen Kunstwerke zu entdecken.
In den letzten Jahrzehnten setzte sich Graffiti als Kunstform immer mehr durch. Das Stigma einer eigenartigen Subkultur kann momentan als abgelegt bezeichnet werden, darum stehen Spray-Künstler*innen aktuell auch mehr Flächen frei, die nicht wieder übermalt werden.
Im Brenneriveien erspähst du bestimmt gleich mehrere Graffitis in unterschiedlichen Stilen und Farben. Wenn du Lust auf Sozialkontakte hast, frag dich durch und mach eine kleine Street Art-Schnitzeljagd aus deiner Suche.
Pferdeställen neues Leben einhauchen
Einige der traditionelleren Kunstwerke unserer Stadt werden an überraschenden Orten präsentiert. Als solchen verstehen wir die Villa, den mit Skulpturen gefüllten Garten und die ehemaligen Pferdeställe, die heute die TBS Gallery bilden.
TBS steht für Tore Bjørn Skjølsvik (1939-), den Künstler, dessen Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen in der TBS Gallery ausgestellt sind. Seine Skulpturen stellen berühmte norwegische Persönlichkeiten und imposante Reiterskulpturen dar.
Skjølsvik widmet sich oft in seiner, modernisierten Ausdrucksweise dem bekannten Reitermotiv; Seine Skulpturen weisen eine gewisse Rauheit auf und zeigen sichtbare Handarbeit, im Gegensatz zu den glatten Oberflächen aus dem antiken Griechenland und der Renaissance. Diese Kunstwerke erinnern eher an den fragmentarischen Ausdruck und die kurzen Pinselstriche des Impressionismus.
Die TBS Gallery stellt auch Zeichnungen und Gemälde von Künstler*innen aus, die in Vergessenheit geraten sind und denen nicht die Aufmerksamkeit zukam, die ihnen laut Skjølsvik zustand.
Die Königin, die Ställe in eine Galerie verwandelte
Kaum zu glauben, doch die TBS Gallery ist nicht Oslos einziger Pferdestall, der heute eine Kunstgalerie beherbergt. Der ehemalige Königliche Stall hat inzwischen als Königin Sonja KunstStall Bekanntheit erlangt. Zu den bisherigen Ausstellungen gehören Shows über samische Kunst, Tone Vigeland (Emanuel Vigelands Enkelin) und eine Kooperation mit dem Nationalmuseum, die Werke von Theodor Kittelsen umfasste.
Die Gestaltung der Räume wurde größtenteils von Königin Maud beeinflusst, während die Renovierung der Stallungen von den Royal Mews, den Stallungen des Buckingham Palace, inspiriert wurde.
Geschrieben von Maren Høgberg
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